Kucharowits: Initiative gegen Hass im Netz umsetzen!

„Die aktuellen Enthüllungen über Facebook und die von ihnen angewendeten Algorithmen sind besorgniserregend. Wir haben immer vermutet, dass Konzerne viel mehr Möglichkeiten haben, Hass im Netz effizient zu bekämpfen. Aber dass dieses Bemühen von Facebook-Chef Zuckerberg aktiv torpediert wurde, ist ein Supergau und macht regelrecht sprachlos“, sagt Katharina Kucharowits, netzpolitische Sprecherin der SPÖ zu den aktuellen Enthüllungen. Wie „The Wall Street Journal“ berichtet, war dem Konzern und der Chefetage längst bekannt, dass die zu Grunde liegenden Algorithmen Hass und Hetze befördern und die Gesellschaft spalten. Sie wollten dies aber absichtlich nicht beheben. ****

„Dieser Fall zeigt uns, wie wichtig es ist, bei einem Einsatz von Algorithmen transparent zu arbeiten und bestärkt uns in unserer Forderung, dass es staatliche Organe und Regulierung im Kampf gegen Hass im Netz geben muss. Die Verantwortung darf einfach nicht nur bei den Konzernen liegen, die schlichtweg andere Ziele verfolgen und auf ihren eigenen Profit bedacht sind. Auch deshalb wird auf europäischer Ebene gerade an dem Digital Services Act, also an Regeln zur Haftung von Plattformen, gearbeitet“, so Kucharowits. Die Abgeordnete pocht einmal mehr auf die Umsetzung der Initiative gegen Hass im Netz. „Seit drei Jahren liegt das Konzept am Tisch, noch immer ist nichts passiert. Ich appelliere hier noch einmal an die Justizministerin, dieses Thema nicht unter den Tisch fallen zu lassen und endlich die bereits vorhandenen Ideen auch umzusetzen“, schloss Kucharowits. (Schluss) PP