SPÖ-Wohnbausprecherin Becher: „Euphorie um die Sanierungsmillionen ist fehl am Platz“

Traut man den Reden mehrerer VertreterInnen der Regierungsparteien im Rahmen der heutigen Budgetdebatte im Hohen Haus, muss man den Eindruck gewinnen, dass die Finanzierung für den Bereich thermische Wohnhaussanierung verdoppelt wurden und zusätzlich Geld für den geförderten Umstieg von Ölheizungen auf andere Heizformen bereitgestellt würde. Dem widerspricht SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher: „Das Budget wurde dem Wirtschaftsressort entzogen und im Umweltbudget gebündelt. Für die Wärmedämmung von Gebäuden stehen jedoch nicht mehr Mittel zur Verfügung.“ ****

Inhaltlich erkennt Becher darin eine neue Schwerpunktsetzung: „Weg vom mehrgeschossigen Wohnbau, hin zum Einfamilienhaus auf der grünen Wiese und im Speckgürtel – wie das mit dem im Regierungsprogramm definierten Ziel, die Bodenversiegelung in Österreich einzudämmen, vereinbar ist, erkenne ich nicht.“ Daher hätte Becher die Fördermittel gerne weiterhin im Wirtschaftsbudget gesehen: „Denn ein Beschäftigungsmotor und Wirtschaftsfaktor ist die thermische Sanierung allemal.“

Eine Million Euro in thermische Sanierung investiert, bedeutet eine Wertschöpfung in Österreich in der Höhe von 1,241 Mio. Euro. Das sichert 23,5 Beschäftigungsverhältnisse. Um das in seiner volkswirtschaftlichen Dimension zu beleuchten: Unter SPÖ-Kanzlerschaft wurden zuletzt 1,5 Prozent des Hausbestands, also 27.000 Gebäude im Jahr thermisch saniert. Die Investitionen von 3 Mrd. Euro bedeuteten eine Wertschöpfung von 3,8 Mrd. Euro. So wurden alljährlich 62.600 Vollzeit-Jobs gesichert.