Heinisch-Hosek zu Frauenministerin: Kopf in den Sand stecken ist keine Lösung

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SPÖ-Frauenvorsitzende kritisiert fehlende Frauenpolitik der Regierung - es braucht die im Regierungsprogramm vorgesehene Zeitverwendungsstudie.

„Österreich muss endlich die im Regierungsprogramm vorgesehene Zeitverwendungsstudie machen. Wir brauchen endlich aktuelle Daten, um die Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern in Österreich sichtbar zu machen“, fordert SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. Im gestrigen Budgetausschuss blieb Frauenministerin Raab zur Finanzierung Antworten schuldig, obwohl dieses Vorhaben im Regierungsprogramm festgehalten ist, sondern sie hat sich auf die EU ausgeredet.

„Frauen werden von der Regierung in der Krise im Stich gelassen. Viele müssen zusätzliche zu ihrer Arbeit die Kinder zuhause betreuen und Angehörige pflegen. Die Hilfe der Großeltern fällt weg. Wie die Familien diese Situation bewältigen sollen, darüber schweigt die Regierung und auch die Frauenministerin“, kritisiert Heinisch-Hosek.

Nach Daten der letzten Zeitverwendungsstudie 2008/2009 , stehen in Österreich 9,5 Milliarden Stunden bezahlter Arbeit 9 Milliarden unbezahlter Arbeit gegenüber. „Wir müssen wissen, wie diese Arbeit zwischen Frauen und Männern aktuell aufgeteilt ist. Nur mit fortschrittlicher Frauenpolitik können wir einen drohenden Backlash verhindern. Kopf in den Sand stecken, ist keine Lösung“, so Heinisch-Hosek.