Frauengesundheit in der Krise nicht vergessen

NRin Petra Bayr

„Jeden Tag sterben über 800 Frauen an Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt. Die allermeisten dieser Todesfälle geschehen in Ländern des Globalen Südens und wären durch medizinische Betreuung und Zugang zu Verhütungsmitteln zu vermeiden. Jetzt in der Corona Krise steigt die Zahl an täglichen Todesfällen noch weiter an“, warnt Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung und Sprecherin der Plattform Mutternacht beim heutigen Online Mediengespräch mit internationalen Expertinnen zum Thema Frauen- und Müttergesundheit. Durch die Ausgangsbeschränkungen und reduzierte Transporte haben Frauen und Mädchen einen schlechteren oder gar keinen Zugang zu Verhütungsmitteln und medizinischer Betreuung.

„Mit der Plattform Mutternacht wollen wir rund um den Muttertag auf die Schattenseiten von Mutterschaft hinweisen. Nicht gewünschte Schwangerschaften bringen körperliche und seelische Risiken mit sich, die im schlimmsten Fall das Leben der Frau bedrohen. Wir setzen uns dafür ein, dass jede Frau sicher und selbstbestimmt leben kann“, schildert Bayr das gemeinsame Anliegen der Plattform Mutternacht.

„Gerade jetzt da wir diese Woche das Budget 2020 im Nationalrat verhandeln, fordern wir, dass die Regierung Nothilfen für die so genannten Entwicklungsländer in Millionenhöher bereitstellt. Wichtig ist dabei, dass Frauen- und Müttergesundheit bei der Hilfe eine Rolle spielt“, fordert Bayr, die bereits einen entsprechenden Antrag zum Errichten eines Nothilfefonds eingebracht hat.

„Auch in Österreich ist der Zugang zu medizinischen Leistungen, darunter auch zum Schwangerschaftsabbruch, durch die Corona-Maßnahmen eingeschränkt. Daher fordern wir, einen niederschwelligen Zugang zum medikamentösen Abbruch. Niedergelassene Ärzt*innen sollen die dafür nötigen Medikamente verschreiben dürfen“, fordert Bayr. Die Nationalratsabgeordnete hat bereits einen entsprechenden Antrag im Nationalrat eingebracht: https://tinyurl.com/y87ptwrx