Hammerschmid erleichtert über überfälligen Plan für Schulöffnung – „Mammutaufgabe beginnt jetzt“

NRin Sonja Hammerschmid Bild: Parlamentsdirektion/Simonis

SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid wertet den heute präsentierten Plan zur schrittweisen Öffnung der Schulen für den Unterricht als positiv und überfällig. „Nach sechs Wochen gibt es endlich einen vernünftigen Plan und Perspektive für die Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen. Der Druck der SPÖ, der anderen Oppositionsparteien und vieler Eltern war erfolgreich“, so Hammerschmid. Es ist gut, dass Bildungsminister Faßmann hier ExpertInnen eingebunden und Vorschläge der Opposition aufgegriffen hat. „Jetzt beginnt allerdings die Mammutaufgabe“, sagt Hammerschmid. Nicht nur, um dieses Schuljahr gut abzuschließen, sondern auch, um die zu Tage getretenen Defizite des Bildungssystems anzugehen. **

„Wir müssen jetzt aus der Krise lernen: Die Bildungsungleichheiten in unserem Bildungssystem sind jetzt deutlich zu Tage getreten. Diese abzubauen, wird eine der zentralen Aufgaben des Bildungssystems in den nächsten Jahren sein“, so Hammerschmid. Ihre Sorge ist groß, dass die Bildungsschere weiter aufgeht, wenn – wie die Studie von Bildungswissenschafterin Spiel gezeigt hat – allein bei den 10- bis 19-Jährigen fast 160.000 SchülerInnen keine Lern-Unterstützung von zu Hause bekommen konnten, wenn 120.000 SchülerInnen keinen eigenen Computer haben.

„Es braucht deshalb nicht nur ein gutes Konzept für attraktive Summer schools im Sommer, damit die, die es brauchen, Förderung bekommen. Die gezielte individuelle Förderung jedes Kindes, das Fördern der Talente und Fähigkeit und das Abbauen von Bildungsungerechtigkeiten muss zentrales Prinzip der Schule werden“, sagt die SPÖ-Bildungssprecherin.

Zweitens gilt es, die Ganztagsschulen rasch auszubauen: „Die letzten Wochen haben deutlich gezeigt, was es heißt, wenn Kinder beim Hausübungenmachen wenig Unterstützung bekommen können.“

Und drittens braucht es jetzt endlich eine Digitalisierungsoffensive. „Die mit 2017 gestoppte Realisierung der Digitalisierungsstrategie Schule 4.0, die ich als Bildungsministerin entwickelt habe, muss jetzt mit Tempo angegangen werden; inklusive Ausstattung der Kinder mit digitalen Endgeräten“, so Hammerschmid. (