SPÖ Frauen Burgenland unterstützen Antrag auf vorzeitigen Mutterschutz in der Corona-Krise

Landesfrauenvorsitzende LRin Astrid Eisenkopf Bild: SPÖ

Die Anforderungen in Branchen wie dem Handel oder im Bereich der Pflege, in denen viele Frauen arbeiten, sind derzeit besonders hoch. Der Schutz von Schwangeren muss daher erweitert werden. „Schwangere Arbeitnehmerinnen müssen in der jetzigen Ausnahmesituation die Möglichkeit haben, früher in Mutterschutz zu gehen. Deshalb unterstützen die SPÖ Frauen Burgenland den Antrag, der es werdenden Müttern ermöglichen soll, bereits ab der 15. Schwangerschaftswoche in Mutterschutz zu gehen“, so Landesfrauenvorsitzende LH-Stvin. Astrid Eisenkopf, Frauensprecherin im Landtag LAbg. Claudia Schlager und Landesfrauengeschäftsführerin BRin Sandra Gerdenitsch. Der entsprechende Antrag wird in der morgigen Nationalratssitzung von der SPÖ eingebracht.

Die Verunsicherung der Betroffenen sei oft groß, weiß Landesfrauenvorsitzenden Eisenkopf aus Gesprächen mit Betroffenen. Umso erfreulicher empfindet es Eisenkopf, dass einige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bereits Vereinbarungen mit ihren schwangeren Mitarbeiterinnen abseits von gesetzlichen Regelungen getroffen haben, beispielsweise wurde in vielen Fällen unkompliziert auf Homeoffice umgestellt oder der Kundenkontakt soweit wie möglich reduziert und eine andere Aufgabenverteilung vorgenommen. Dass viele Unternehmen in Sinne ihrer schwangeren Angestellten handeln, rechne sie den Unternehmen hoch an. „Aus unserer Sicht gehören auch Schwangere zur Risikogruppe, weil niemand sagen kann, wie sich eine eventuelle Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus auf Mutter und das ungeborene Kind auswirkt“, unterstreicht Frauensprecherin LAbg. Claudia Schlager die Wichtigkeit des Antrages.

Landesfrauengeschäftsführerin BRin Sandra Gerdenitsch ergänzt, dass es gerade jetzt wichtig ist, eine soziale Krise zu verhindern und so Frauenarmut entgegenzuwirken. Gerdenitsch verweist auf einen weiteren wichtigen Antrag, der morgen im Nationalrat behandelt wird und der den Sozialfonds, die Anhebung der Sozialhilfe und den Familienhärteausgleichfonds für alle Arbeitslosen mit Familie zum Inhalt hat.