Klarheit über Schulöffnungen und Unterricht notwendig!

NRin Sonja Hammerschmid Bild: Parlamentsdirektion/Simonis

SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid drängt darauf, dass es von Seiten des Bildungsministeriums klare Vorgaben an die Schulen gibt, wie Unterricht und Betreuung weiter ablaufen sollen. „Ich bin sehr für Schulautonomie, aber im Moment brauchen Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen vor allem eines: einen Plan, wie es weitergehen kann“, betont Hammerschmid und nennt vier zentrale Forderungen: Erstens muss klar sein, dass alle Eltern ihre Kinder in schulische oder vorschulische Betreuung geben können – wie von der AK heute auch gefordert.

Zweitens müssen die Eltern Sicherheit haben, dass in dieser Betreuung ihre Kinder nicht nur beaufsichtigt werden, sondern auch die Möglichkeit haben, die schulischen Aufgaben zu erledigen. So wie die Kinder im Home schooling ihre Aufgaben bekommen – in vielen Fällen auch digital – so müssen jene Kinder, die in der Schule sind, dort natürlich auch Zugang zu Laptop oder Computer haben, um lernen zu können. „Es darf nicht sein, dass Eltern, die nicht freigestellt werden und auswärts arbeiten müssen, am Abend nach dem Job noch mit den Kindern Lernstoff machen müssen, weil die Kinder in der Schule nur eine Aufsicht haben.“
Drittens muss es für die Eltern und LehrerInnen Klarheit geben, ob in den kommenden Wochen auch neuer Schulstoff gemacht wird. „Auch das kann man nicht einfach in die Autonomie der Schule legen, weil sonst im Herbst die Unterschiede in den Wissensständen zu groß sind. Gerade Eltern, deren Kinder im Herbst in eine neue Schulform wechseln, also etwa von der Volksschule in die AHS oder NMS, brauchen Gewissheit, dass ihre Kinder nicht im Vergleich zu anderen im Lernstoff zurückbleiben und dadurch einen Startnachteil haben“, sagt Hammerschmid.
Und viertens brauche es endlich einen Strategie- und Zeitplan, wie eine schrittweise Öffnung der Schulen möglich ist. “Deutschland und Dänemark zeigen, wie es gehen kann.“ Hier muss auch eine Antwort auf die Frage gegeben werden, wie die Risikogruppe definiert wird und welche SchülerInnen und LehrerInnen von den Regelungen ausgenommen sind.