SP-Landesrätinnen: Brauchen Aktionsoffensive gegen häusliche Gewalt

Positiv auf die Informationsoffensive von Innenminister Karl Nehammer und Frauenministerin Susanne Raab gegen häusliche Gewalt reagieren die sozialdemokratischen Landesrätinnen Astrid Eisenkopf (Burgenland), Kathrin Gaál (Wien), Birgit Gerstorfer (OÖ), Doris Kampus (Steiermark), Ulrike Königsberger-Ludwig (NÖ) und Beate Prettner (Kärnten).

„Von häuslicher Gewalt bedrohte Frauen müssen wissen, an welche Stellen sie sich wenden können, um schnell Schutz und Hilfe zu erhalten. Gerade jetzt, in Zeiten häuslicher Isolation, ist das entscheidend“, stimmen die Landesrätinnen überein. Information alleine sei allerdings zu wenig. Es brauche nach der Informations-auch eine Aktionsoffensive

„Sollten künftig vermehrt Frauen Schutzangebote in Anspruch nehmen, benötigt es Mittel des Bundes, mit denen die Strukturen in den Ländern bei Bedarf aufgestockt werden können“, lautet die Forderung der Landesrätinnen an die Bundesregierung. Ähnliche Zusatzfinanzierungen des Bundes seien während der Corona-Krise etwa auch im Pflegebereich zur Anwendung gekommen.

Im Moment seien in allen Bundesländern genügend Plätze für Frauen in Not vorhanden. Man habe – wo nötig – auch für Ersatzquartiere gesorgt. Da die Maßnahmen zur Distanzierung und häuslicher Isolation bis mindestens Ende April verlängert und die Informationsoffensive die Angebote richtigerweise bekannter machen werden, sei der Anstieg der Nachfrage nach Schutzangeboten jedoch nicht zweifelsfrei vorhersehbar.

„Frauen verdienen Sicherheit. Zusätzliche Finanzmittel des Bundes, um bei Bedarf Schutzplätze in den Ländern auszubauen, würden diese Sicherheit gewährleisten“, so die Landesrätinnen abschließend.