Heinisch-Hosek: Frauen dürfen nicht noch weiter in die Armut rutschen!

„Frauen verdienen weniger und sind noch stärker als Männer von Armut betroffen. Wir müssen verhindern, dass sie jetzt in der Krise noch weiter in die Armut rutschen“, sagt SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. „Ich unterstütze daher die Armutskonferenz bei ihrer Forderung, finanzielle Mittel für Armutsgefährdete zur Verfügung zu stellen.

Besonders gefährdet sind AlleinerzieherInnen. In Österreich gibt es ca. 167.000 Alleinerziehende, 91 Prozent davon sind Frauen. Rund 44 Prozent der Alleinerziehenden sind armutsgefährdet. Sie müssen in der aktuellen Situation Doppel-, Dreifach- und sogar Vierfachbelastungen stemmen, wenn sie etwa noch Angehörigen pflegen müssen. Zudem sind Alleinerziehende auch wirtschaftlich besonders belastet, wenn etwa als Selbständige Einkommen wegfällt. Die SPÖ fordert ein Soforthilfepaket für AlleinerzieherInnen und die Umsetzung der längst versprochenen staatlichen Unterhaltsgarantie.

Erschreckend ist der massive Anstieg der Arbeitslosigkeit im März um 52 Prozent. 562.522 Menschen sind derzeit ohne Job, der höchste Wert seit 1946. Als notwendige Maßnahmen nannte Heinisch-Hosek eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes, eine Verlängerung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld sowie einen erleichterten Zugang zu Sozialleistungen. „Wir müssen jetzt alles tun, damit die Corona-Krise nicht zu einer sozialen Katastrophe führt. Ich fordere die Regierung auf, die Opposition stärker in die Bewältigung der Krise einzubeziehen. Nur gemeinsam können wir das bewältigen“, so Heinisch-Hosek.