Alles dafür tun, um die Gesundheitsversorgung zu sichern

Die Maßnahmen zum Schutz des Gesundheitspersonals müssen zentral vorgegeben und gesteuert werden. Massenarbeitslosigkeit aufgrund der Corona-Krise muss verhindert werden.

Die Gesundheitsbehörde der Europäischen Kommission hat vor wenigen Tagen eindringlich davor gewarnt, dass in Europa eine ähnliche Entwicklung wie in China droht. „Wir müssen jetzt die kurze Zeit nützen, die uns bis es zu einem hohen Anstieg der Fallzahlen bleibt, um unser Gesundheitssystem bestmöglich vorzubereiten “, so SPÖ-Bundesparteivorsitzende, Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner heute, Donnerstag, im Rahmen des „Roten Foyers“. Es dürfe nicht passieren, „dass unser Gesundheitspersonal durch Infektionen oder Quarantäne in hohem Maße ausfällt“. Dies wäre „fatal“ für die Sicherstellung der Versorgung aller PatientInnen: „Wir müssen alles dafür tun, das Gesundheitspersonal zu schützen und die Gesundheitsversorgung zu sichern“, sagt Rendi-Wagner, die Maßnahmen in allen 260 Krankenhäusern in Österreich fordert: „Ich appelliere dringend an die Regierung, diese notwendigen Maßnahmen zentral vorzugeben und zentral zu steuern“, so Rendi-Wagner, die auf das Epidemiegesetz als rechtliche Basis verwies.

Konkret brauche es genügend Schutzausrüstung für das Personal und adäquate Schulungen und Trainings für ÄrztInnen und Pflegekräfte. „Schulungen sind für den Umgang mit Coronavirus-PatientInnen nötig und um zu lernen, wie man mit der Schutzausrüstung sicher arbeiten kann“, so Rendi-Wagner, die auch eine räumliche Trennung zwischen infizierten PatientInnen und Verdachtsfällen sowie anderen PatientInnen fordert. „Ein wichtiger Schritt dazu wäre ein getrenntes Eingangssystem zu schaffen, um eine gefährliche Durchmischung der PatientInnen zu verhindern.“

Auch aufgrund der Engpässe bei Testkapazitäten ist es ratsam, „eine zentrale fachliche Vorgabe beim Vorgehen zu haben“, sagt Rendi-Wagner, die betont, dass „RisikopatientInnen und das gesamte Gesundheitspersonal priorisiert getestet werden müssen“.

„Die Corona-Pandemie ist eine der größten Gesundheitskrisen unseres Landes“, sagt Pamela Rendi-Wagner. „Medizinisch gesehen sind die bereits beschlossenen Maßnahmen notwendig“, ob sie ausreichen werden, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Man müsse sich darauf einstellen, dass der „Notbetrieb in Österreich und gewisse Einschränkungen für längere Zeit bestehen bleiben“, so Rendi-Wagner, die betont, dass es auch das gemeinsame Ziel in Österreich sein müsse, eine Massenarbeitslosigkeit aufgrund der Corona-Krise zu verhindern: „Auch diesen Kampf müssen wir gemeinsam führen“, so die SPÖ-Chefin.

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