Bayr zum Frauentag: Solange die Mehrheit der armen Menschen Frauen sind, gibt es nichts zu feiern

NRin Petra Bayr

Benachteiligung von Frauen weltweit beenden.

„Solange die Mehrheit aller Menschen in Armut Frauen sind und solange Frauen weltweit strukturell benachteiligt sind, gibt es am Frauentag nichts zu feiern“, stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Frauentages am 8. März fest. Laut Oxfam verdienen Frauen weltweit 24 Prozent weniger als Männer, 75 Prozent aller Frauen in Entwicklungsländern arbeiten im informellen Sektor und sind daher weder vor Ausbeutung geschützt noch sozial abgesichert und Frauen leisten mindestens doppelt so viel unbezahlte Care-Arbeit wie Männer.

„Zurecht setzt die österreichische Entwicklungszusammenarbeit einen Schwerpunkt auf das Stärken von Frauen. Weil die OEZA (Österreichische Entwicklungszusammenarbeit) aber so minder dotiert ist, geht noch mehr: Ich fordere den Außen- und Entwicklungsminister Schallenberg auf, sich bei den laufenden Budgetgesprächen für deutlich mehr Mittel für die bi- und multilaterale EZA sowie für die humanitäre Hilfe einzusetzen. Bei den Ausschüttungen aus dem Auslandskatastrophenfonds sollen die besonderen Bedürfnisse von Frauen bedacht werden. In Krisen sind Frauen und Mädchen besonders verwundbar“, fordert Bayr.