Frauenmorde – Heinisch-Hosek fordert Sofort-Paket gegen Gewalt – „Das Geld ist da“

SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek bekräftigte heute im Nationalrat die Forderung der SPÖ nach einem Sofort-Paket gegen Gewalt an Frauen. Ein entsprechender Fristsetzungsantrag der SPÖ wurde am Nachmittag diskutiert. Die SPÖ-Abgeordnete plädierte dafür, das Geld sofort für Prävention, Schutz von Gewaltopfern und Täterarbeit frei zu machen. Wenn die Regierung auf kommende Budgetverhandlungen verweise, dann sei das „eine Ausrede“, so Heinisch-Hosek: „Das Geld ist da!“

Angesichts der heuer schon hohen Zahl von Frauenmorden gehe es darum, sofort die Mittel zur Verfügung zu stellen und nicht erst in einigen Wochen oder Monaten. In den ersten Wochen 2020 gab es bereits fünf Mordversuche und sechs Morde – angesichts dieser besonders dramatischen Situation muss es möglich sein, dass der Finanzminister sofort mehr Mittel zur Verfügung stellt, fordert die SPÖ-Frauensprecherin. Es brauche dieses Geld u.a., damit Frauen nicht wochenlang auf Beratungsstunden warten müssen und es auch Ressourcen gibt, um involvierte Kinder zu betreuen, etwa durch Therapieangebote. Auch die neuerliche Bewerbung der Frauenhelpline bei Gewalt wäre notwendig.

Kritik übte Heinisch-Hosek an der Tatenlosigkeit der Regierung. Schon vor zwei Jahren habe Kanzler Kurz 100 neue Plätze in Frauenhäusern und Notfallwohnungen gefordert – „bis jetzt gibt es von Bundesseite keinen einzigen Platz mehr“. In den letzten zwei Jahren sei wenig weitergegangen, und auch nach dem Screening der Ursache der Frauenmorde sei kaum etwas geschehen. „Wie lange muss es noch so weitergehen, dass jede Woche eine Frau ermordet wird und hier passiert nichts?“, so die SPÖ-Abgeordnete.