Heinisch-Hosek zu Equal Pay: Lohnschere endlich schließen

Bild: Knie

Aussagen von Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer zur Arbeitszeitverkürzung sind ein Angriff auf die Beschäftigten in den Sozialberufen.

 „Wir müssen die Lohnschere endlich schließen“, sagte SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek aus Anlass desEqual Pay Days. Zentrale Forderungen der SPÖ sind ein kollektivvertraglicher Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei, ein Lohngesetz nach dem Vorbild Islands, Arbeitszeitverkürzung, eine bessere Bezahlung von frauentypischen Branchen und ein Rechtsanspruch auf einen ganztägigen und kostenfreien Kinderbetreuungsplatz.

Kritisch reagierte Heinisch-Hosek auf die gestrigen Aussagen von Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer, der Arbeitszeitverkürzung als Tod der österreichischen Wirtschaft bezeichnet hatte. „Das ist gerade jetzt ein Angriff auf die Beschäftigten in den Sozialberufen, die klar und deutlich gemacht haben, worum es bei ihrer Forderung nach einer 35-Stunden-Woche geht. Die Anforderungen sind enorm und viele sind gezwungen, Teilzeit zu arbeiten. Langfristig müssen Sozialberufe attraktiver werden. Schon jetzt gibt es einen Personalnotstand. In Zukunft wird sich das noch verschlimmern, wenn nichts geschieht. Arbeitszeitverkürzung ist eine absolut notwendige Maßnahme“, so Heinisch-Hosek.

Bezahlte und unbezahlte Arbeit muss besser zwischen Frauen und Männer aufgeteilt werden, so Heinisch-Hosek. „Frauen brauchen ein Einkommen, von dem sie leben können. Es ist gut, dass wir vergangenes Jahr im freien Spiel der Kräfte die gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten durchsetzen konnten. Jetzt muss es rasch weitergehen. Wir wollen nicht mehr warten, bis sich die Lohnschere schließt“, so Heinisch-Hosek.