Brunner: Global Gender Gap Report zeigt frauenpolitische Handlungsfelder – Islandmodell rasch umsetzen

„Der Global Gender Gap Report zeigt wieder einmal deutlich, wo Österreich noch dringende frauenpolitische Handlungsfelder hat. Dass wir bei der Lohnschere nach wie vor so weit hinten liegen, bedeutet, dass wir unsere Anstrengungen dringend verstärken müssen“, sagte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner.

„Island, bei dieser Studie zurecht am ersten Platz, muss uns ein Vorbild sein. Wir müssen die Lohnschere rasch verkleinern, indem wir das isländische Modell der Lohgerechtigkeit umsetzen“, so Brunner weiter. Dort sind Unternehmen verpflichtet, die faire Bezahlung von Männern und Frauen zu dokumentieren. Wer schlechter bezahlt, wird bestraft.

Erfreulich sei, dass Österreich in der Studie bei der politischen Repräsentanz nach vorne gekommen ist. „Quoten wirken. Das zeigt sich bei den parteiinternen Quoten, die zum Beispiel dazu führen, dass die SPÖ fast 50 Prozent Frauen im Nationalrat hat. Und es zeigt sich beim Frauenbonus für Klubs, der im Nationalrat besteht, wenn diese über 40 Prozent Frauen haben“, so Andrea Brunner. „Wir müssen an all diesen Schrauben – und noch vielen mehr – rasch drehen, damit sich der Gender Gap in allen Feldern rasch schließt“, sagte Andrea Brunner.