Vollath: EU muss leuchtendes Beispiel für Umsetzung von Kinderrechten werden

Am 20. November ist der Tag der Kinderrechte, heuer jährt sich die Annahme der UN-Kinderrechtskonvention durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum 30. Mal. Die SPÖ-Europaabgeordnete Bettina Vollath würdigt mit diesem Jubiläum den historischen Schritt: „Die UN-Kinderrechtskonvention hat den Grundstein dafür gelegt, Kinder als Individuen mit eigenen Rechten und auch eigenen Bedürfnissen zu sehen. Kinder brauchen und haben ein Recht auf Liebe und Zuneigung, auf ihre Familie, auf Schulbildung, auf genügend Essen und ein warmes Zuhause. Bei der Umsetzung haben wir allerdings noch einen langen Weg vor uns.“

Das EU-Parlament wird in seiner Plenarsitzung in der kommenden Woche eine Resolution zum dreißigsten Geburtstag der UN-Kinderrechtecharta verabschieden, die Bettina Vollath namens des Menschenrechtsausschusses für die sozialdemokratische Fraktion verhandelt hat. „Auch Entwicklungen wie der Klimawandel und die Digitalisierung haben ganz eigene Auswirkungen auf das Leben von Kindern. Und daher wird die Kinderrechtskonvention nie ‚fertig umgesetzt‘ sein, sondern es wird ständige Aufgabe bleiben, Kinderrechte bei allen Politiken im Fokus zu haben. In der EU leben zum Beispiel 28 Millionen Kinder in armen Familien. Jedes vierte Kind ist einem akuten Armutsrisiko ausgesetzt, und das auf dem reichsten Kontinent der Welt. Und weltweit liegt bezüglich Kinderrechten noch vieles im Argen. Krieg, Vertreibung und Gewalt bedeuten für Kinder oft Genitalverstümmelung, Zwangsarbeit und Prostitution. So bekommen Kinder überhaupt keine Chance. Ich wünsche mir daher ein Europa, das als leuchtendes Beispiel bei der Umsetzung der Kinderrechte vorangeht.“