SP-Bayr: Menschenrechte entlang der Lieferketten müssen eingehalten werden

NRin Petra Bayr

“Es darf nicht sein, dass vor lauter Gier nach natürlichen Rohstoffen gewaltsame Konflikte ausbrechen und Menschen ermordet werden“ betont Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages, um die Ausbeutung der Natur bei bewaffneten Konflikten zu vermeiden, der von den Vereinten Nationen am 6. November begangen wird.

„Leider kommt es auch immer wieder vor, dass gewaltsame Konflikte um die Ausbeutung natürlicher Ressourcen ausbrechen. In Brasilien wurde vergangene Woche ein Mann umgebracht, der sich für den Erhalt des Waldes eingesetzt hat. „Der ‚Amazonas-Wächter‘ Paulo Paulino Guajajara wurde aus blanker Gier von Holzfällern ermordet. Er hat einfach den Wald beschützt“, verurteilt Bayr die Tat. Zudem wurden in jüngster Vergangenheit in Rumänien zwei Förster der staatlichen Forstverwaltung vermutlich von illegalen Holzfällern ermordet.

„In Brasilien wie in Rumänien verfolgten einige wenige ihre ökonomischen Interessen so skrupellos, dass sie sogar vor dem Ermorden nicht zurückschreckten. Das ist erschütternd“, betont Bayr und fordert abermals stärkere Sorgfaltspflichten von transnationalen Konzernen. „Unternehmen müssen sicherstellen, dass entlang deren Liefer- und Wertschöpfungsketten die Menschenrechte eingehalten werden. Es kann nicht sein, dass etwa österreichische Unternehmen Holz aus Rumänien importieren, das aus illegaler Schlägerei stammt, und auch vor dem Ermorden von Förstern nicht zurückgeschreckt wird.“