SPÖ will Paket für Lohngerechtigkeit für Frauen

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SPÖ-Frauenvorsitzende und stv. Klubvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek appellierte in ihrer heutigen Rede im Nationalrat, gemeinsam Maßnahmen für mehr Lohngerechtigkeit für Frauen zu ergreifen. Rund 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Österreich gebe es noch immer Diskriminierung und Ungerechtigkeiten. Und wenn frühere Regierungen durch verschiedene Maßnahmen versucht haben, das Leben von Frauen zu verbessern, so fehlte bei Regierungen der jüngsten Zeit oft die Frauensolidarität, kritisierte Heinisch-Hosek. Für die SPÖ ist der Kampf gegen Lohnungerechtigkeiten und die Lohnschere ein inhaltlicher Schwerpunkt – deshalb wurde heute auch ein Bündel an Anträgen dazu eingebracht.

„Wenn wir – diese fast 40 Prozent Frauen im Hohen Haus – uns zusammentun würden, dann könnten wir es schaffen, dass wir diese Lohnungleichheiten mit einem Gesetzesvorschlag, der in Island schon gelebte Realität ist, bekämpfen“, so Heinisch-Hosek. „Wir können es schaffen, dass wir Unternehmen, die absichtlich schlechter zahlen, auch in die Pflicht nehmen und es Sanktionen gibt.“ Es müsse auch möglich sein, dass die Hälfte der AMS-Mittel wieder für Frauen reserviert wird, denn dies wurde abgeschafft und Frauen seien auch durch den Algorithmus schlechter gestellt. „Frauen brauchen auch das Recht auf einen Wechsel der Arbeitszeit“, erläuterte die SPÖ-Abgeordnete eine weitere SPÖ-Forderung. „Denn Frauenrechte sind Menschenrechte“, so Heinisch-Hosek.