Österreich soll bei Gleichstellung wieder auf die Überholspur kommen!

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SPÖ fordert Lohngesetz nach dem Vorbild Islands und Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei.

„Österreich soll bei der Gleichstellung von Frauen und Männern wieder auf die Überholspur kommen“, sagte heute SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek zum aktuellen Gender-Equality Index 2019. Demnach liegt Österreich mit 65,3 Prozent unter dem Schnitt der EU-28.

Die SPÖ-Frauenvorsitzende bekräftigt die Forderung nach einem Lohngesetz nach dem Vorbild Islands. Angelehnt an das Lohn- und Sozialdumpinggesetz sollen Unternehmen sachlich rechtfertigen müssen, wenn Frauen weniger als das ausgewiesene Durchschnittsgehalt verdienen. Ansonsten ist von einer Diskriminierung auf Grund des Geschlechts auszugehen. „Wir müssen jetzt rasch handeln. Ziehen wir in dieser Frage alle an einem Strang, damit wir zu den fortschrittlichen Ländern in Europa zählen!“, fordert Heinisch-Hosek.

Als wichtige Maßnahmen für mehr Lohngerechtigkeit nannte Heinisch-Hosek weiters einen Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei, die Bereitstellung von 50 Prozent der AMS-Mittel für Frauen, die Bekämpfung der Unterbezahlung in einzelnen Branchen sowie einen Rechtsanspruch auf einen kostenfreien und ganztägigen Kindergarten ab dem 1. Lebensjahr.

„Ich freue mich, dass wir mit Evelyn Regner als Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses im Europäischen Parlament eine starke Stimme für Frauen haben. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine der wichtigsten Fragen für die Zukunft, davon bin ich überzeugt“, so Heinisch-Hosek.