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Bures tief betroffen vom Ableben Marko Feingolds

2. Nationalratspräsidentin Doris Bures Bild: Zinner

"Gespräche mit ihm waren ein Privileg"

Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures trauert über das Ableben des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg und Holocaust-Überlebenden Marko Feingold. Als einziger seiner Familie überlebte Feingold die NS-Verfolgung. Über seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern Auschwitz, Neuengamme, Dachau und Buchenwald begann er früh zu erzählen. „Marko Feingold berichtete nicht nur bis zu seiner Befreiung im April 1945. Er scheute auch nicht, von den Konfrontationen mit Antisemiten in Österreich nach 1945 zu erzählen. Bis zuletzt war er ein aktiver Mahner gegen ein Aufflammen von Rechtsextremismus und Antisemitismus“, so die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures.

Marko Feingold war auch mit über 100 Jahren aktiv in die ZeitzeugInnen- und Erinnerungsprojekte des Parlaments eingebunden. So war er zum Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Mai 2016 auf Einladung von Nationalratspräsidentin Bures zu Gast im Historischen Sitzungssaal des Parlaments. In einem Gespräch mit Danielle Spera berichtete er mit aller Deutlichkeit und Aufrichtigkeit über seine Erlebnisse und sensibilisierte unzählige Jugendliche, aber auch Erwachsene: „Die vielen Gespräche, die ich mit Marko Feingold im Parlament und auch privat führen durfte, empfinde ich als großes Privileg. Ich habe höchsten Respekt vor seinem unermüdlichen und aufrichtigen Engagement. Er hat bis zuletzt das Gespräch mit jungen Menschen gesucht und seine Erinnerungen weitergegeben. So auch an mich, womit ich ihm immer in Dankbarkeit verbunden sein werde.“, so Bures.

Ihr tiefes Mitgefühl drückt die Zweite Präsidentin Feingolds Frau Hannah und den Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern des Verstorbenen aus.