Heinisch-Hosek: Quoten im Vorstand großer Unternehmen notwendig

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Quote im Aufsichtsrat wirkt – Mutige Schritte für mehr Gleichberechtigung sind notwendig.

„Die Quote im Aufsichtsrat wirkt. Jetzt braucht es den nächsten Schritt. Wir müssen dringend den Frauenanteil in Führungspositionen anheben, dazu braucht es auch Quoten im Vorstand von großen Unternehmen“, so SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens EY sind derzeit nur 15 der 205 Vorstände in Österreichs börsennotierten Unternehmen Frauen, in 80 Prozent sitzt gar keine Frau. Deutlich besser sieht es in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen aus. Seit Einführung der Quote ist der Frauenanteil laut EY von 18,7 auf 25,9 Prozent gestiegen.

„Wir brauchen mutige Schritte für mehr Gleichberechtigung. Die SPÖ will daher auch ein Lohngesetz nach dem Vorbild Islands“, so Heinisch-Hosek. In Island werden Unternehmen verpflichtet, die faire Bezahlung von Männern und Frauen zu dokumentieren. Bei Unterbezahlung sind Strafen fällig. „Frauenpolitik braucht Beharrlichkeit. Schritt für Schritt setzen wir Gleichberechtigung um. Die ÖVP-FPÖ Regierung war ein frauenpolitischer Rückschritt. Das hat sich auch bei den staatsnahen Unternehmen gezeigt, wo im letzten Jahr der Frauenanteil im Aufsichtsrat erstmals wieder zurückgegangen ist. Das dürfen wir nicht zulassen!“ so die SPÖ-Frauenvorsitzende.

Die SPÖ will an vielen Schrauben drehen, damit Frauen von ihrem Einkommen und ihrer Pension leben können. Wichtige Anliegen sind ein Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei, eine Kindergarten-Ausbauoffensive, ein Rechtsanspruch auf einen ganztägigen kostenfreien Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr und eine Pensionserhöhung durch die bessere Anrechnung der Kindererziehungszeiten und damit 50 Euro Extra-Pension im Monat.