NR-Wahl, Rendi-Wagner, Wien

SPÖ-Wahlauftakt – Bures: „Es ist der Zusammenhalt, der uns stark gemacht hat“

2. Nationalratspräsidentin Doris Bures Bild: Zinner

Die Zweite Nationalratspräsidentin und Listenzweite der SPÖ Wien bei der Nationalratswahl 2019 freute sich bei der SPÖ-Auftaktveranstaltung, #ROTshow, am Viktor-Adler-Markt in Wien Favoriten über die gute Stimmung und die vielen BesucherInnen. „Darum geht es in der Politik. Dass man miteinander redet, einander zuhört, und einander hilft. Und das ist auch genau das, was Wien so liebenswert und lebenswert macht.“ Dieser Zusammenhalt und diese Solidarität seien auch das, was Österreich immer ausgemacht hat. „Das hat unser kleines Land so groß und stark gemacht“, so Bures.

„Österreich war immer dann am stärksten, wenn wir zusammengehalten haben. Unsere Großeltern haben zusammengehalten, als sie das Land nach dem Krieg wieder aufgebaut haben. Wir haben zusammengehalten, als wir in den 70er Jahren das Land modernisiert haben. Wir haben zusammengehalten, als wir Europa vereint haben und wir haben zusammengehalten, als wir die letzte Wirtschaftskrise gemeistert haben. Dieser Zusammenhalt hat Österreich zu einem stabilen und verlässlichen Land gemacht. Und das hat die SPÖ geschafft!“, betonte die Zweite Nationalratspräsidentin.

Scharfe Kritik äußerte Bures an der letzten, schwarz-blauen Bundesregierung. „Was in den letzten Monaten passiert ist, dass dieses Erfolgsrezept von einigen wenigen aufs Spiel gesetzt wurde. Die blau-schwarze Regierung hat uns alle fassungslos zurückgelassen. Nach wenigen Monaten haben wir schon wieder Wahlen und destabile Verhältnisse. Es kann nicht sein, dass es Leute gibt, die mit Österreich Monopoly spielen. Bei Monopoly hat auch am Ende einer alles und alle anderen sind die Verlierer. Aber Politik ist zu wichtig, als dass man daraus ein Spiel macht“, so Bures. „Wir setzen uns für die ein, die nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen sind. Es ist wichtig, dass es wieder Zusammenhalt und Solidarität gibt, dass wir uns nicht das nehmen lassen, was uns so stark gemacht hat. Es kann nicht sein, dass nur einige wenige Reiche von dem profitieren, was wir alle erarbeitet haben. Wir verlangen alle unseren Anteil daran!“

Doris Bures ging auch auf Viktor Adler, den Namensgeber des Veranstaltungsortes, ein. „Es gibt immer Leute, die sagen, was nicht geht. Das hat auch schon Viktor Adler zu spüren bekommen, als damals die ArbeiterInnen in Elendsquartieren gelebt haben und 14-16 Stunden am Tag in der Fabrik standen. Da hat man ihm gesagt: 8-Stunden-Tag, das geht nicht. Gemeindebauten, das geht nicht. Staatliche Pensionen. Das geht nicht. Und es ist doch gegangen. Weil die Sozialdemokratie nie locker gelassen hat. Wir haben damals nicht locker gelassen und wir werden auch heute nicht locker lassen, wenn es darum geht, für Solidarität in unserem Land zu sorgen. Es ist auch heute möglich, für gerechte Steuerverteilung, für anständige Löhne und für leistbares Wohnen zu sorgen, wenn die Sozialdemokratie am 29. September stärkste Kraft wird. Ihr könnt euch auf uns verlassen!“

Mit Pamela Rendi-Wagner, so Bures, habe die SPÖ eine hervorragende Spitzenkandidatin. „Wir haben mit Pamela Rendi-Wagner eine Frau mit einem anständigen Charakter an der Spitze. Eine Frau, die hier in Favoriten aufgewachsen ist, die es mit viel Fleiß, Ausdauer, Kraft und Optimismus zu einer angesehenen Ärztin, bedeutenden Gesundheitsministerin und zur ersten weiblichen Vorsitzenden der SPÖ geschafft hat. Pamela, ich verspreche dir, dass wir nicht nur hinter dir stehen sondern neben dir, Seite an Seite. Ich verspreche dir, dass wir mit dir rennen werden. Und wir werden siegen, denn Menschlichkeit siegt!“, so Bures abschließend.