Holzleitner, SPÖ, Soziales

Holzleitner: „Schaffen wir Kinderarmut in Österreich ab“

NRin Eva-Maria Holzleitner

„Es ist eine Schande, wenn es in einem der reichsten Länder der Welt noch Kinderarmut gibt. Über 300.000 Kinder in Österreich sind armutsgefährdet. Das kann und darf nicht sein und das wollen wir ändern“, bekräftigte die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Eva-Maria Holzleitner das 7-Punkte-Programm, das SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner gestern präsentiert hat. „Mit Investitionen in Bildung, in die Gesundheitsversorgung, einem gerechten Familienbonus, einer Unterhaltsgarantie und finanziellen Hilfen beim Schulstart können wir Kinder aus der Armutsfalle bringen“, so die SPÖ-Abgeordnete.

Armut bei Kindern und Jugendlichen bedeutet, dass diesen die gesellschaftliche Teilhabe verwehrt bleibt, was massive Auswirkungen auf ihre Zukunft hat. Nicht nur, dass Armut die sozialen Kontakte und die Bildungschancen einschränkt; Kinder werden ausgegrenzt und stigmatisiert – sei es, weil sich ihre Eltern die Fahrt auf die Schul-Projektwoche nicht leisten können, weil Geld für Sportschuhe fehlt oder jedes Geschenk für einen Kindergeburtstag zum Problem wird. „Vielfach ist diese Armut nicht gleich auf den ersten Blick sichtbar, weil Eltern Angst vor eben dieser Stigmatisierung haben. Aber diese Armut ist real und betrifft hunderttausende Kinder“, so Holzleitner, die dazu auch auf eine Kampagne der Bundesjugendvertretung aus dem letzten Jahr hinwies.

Die Initiative von Pamela Rendi-Wagner sei deshalb immens wichtig und müsse in der nächsten Legislaturperiode Top-Priorität haben. Holzleitner verwies noch einmal auf die sieben zentralen Punkte des Konzepts:

 

  • Rechtsanspruch auf einen ganztägigen kostenfreien Kindergarten-sowie Schulplatz
  • Gratis gesundes Essen und tägliche Turnstunde in der Schule
  • Chancenindex: 5.000 LehrerInnen mehr, wo sie am meisten gebraucht werden
  • Kostenfreier und ausreichender Zugang zu diagnostischen und therapeutischen Leistungen im Kindes- und Jugendalter
  • Kürzung der Mindestsicherung zurücknehmen
  • Unterhaltsgarantie einführen
  • Erhöhung des Schulstartgeldes