Equal-Pension-Day, SPÖ, Frauen

Stimmen zum Equal Pension Day 2019

Der Equal Pension Day beruht auf statistischen Berechnungen und bezeichnet jenen Tag, an dem Männer bereits so viel Pension bekommen haben, wie Frauen erst bis Jahresende erhalten haben werden. Der Equal Pension Day verdeutlicht den enormen Pensionsunterschied zwischen Männern und Frauen.

„Frauen bekommen in Österreich heuer um 42 Prozent weniger Pension. Dagegen müssen wir rasch ankämpfen. Mit der vollen Anrechnung der Karenzzeiten für Geburten ab 1. August ist ein wichtiger Erfolg gelungen, jetzt muss es schnell weitergehen“, forderte SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des österreichweiten Aktionstages zum Equal Pension Day.

Der Equal Pension Day fällt 2019 österreichweit auf den 29. Juli. Das heißt, dass Frauen heuer mit demselben Betrag 155 Tage länger auskommen müssen als Männer.

Zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede: So liegt der Equal Pay Day in Vorarlberg (6. Juli) mehr als eineinhalb Monate vor jenem in Wien (30. August). Wichtig: Ein früheres Datum bezeichnet einen größeren Pensionsunterschied zwischen Männern und Frauen, während ein späteres Datum anzeigt, dass die Differenz zwischen den Pensionen geringer ist.

In ganz Österreich machen wir SPÖ Frauen auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam, kämpfen für eine tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau und ein Leben in Würde in jedem Alter!

„Um der ungleichen Aufteilung von Pensionen und damit Altersarmut entgegenzuwirken, braucht es eine völlige Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitsweilt sowie vollständige Lohntransparenz. Wichtig ist auch die gerechte Aufteilung von Erziehungs- und Pflegearbeit zwischen Männern und Frauen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“,  so Nationalrätin Selma Yildirim, Vorsitzende der SPÖ-Frauen Tirol.

Frauenvorsitzende der SPÖ Niederösterreich, Elvira Schmidt: „Frauen erhalten in Österreich in Vollzeit bei gleicher Tätigkeit rund 20 Prozent weniger als Männer. All das zusammen bewirkt, dass Frauen im Alter mit niedrigeren Pensionen und Altersarmut konfrontiert sind.“

„Damit die Pensionen von Frauen endlich steigen, braucht es endlich Lohngerechtigkeit“, Elisabeth Grossmann, Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Steiermark.

„Zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie brauchen wir insbesondere einen noch stärkeren Ausbau der Betreuungseinrichtungen mit Öffnungszeiten, die mit einer Arbeitswelt von zumindest 40 Wochenstunden und fünf Wochen Urlaubvereinbar sind.“ , so die Salzburger Landesfrauenvorsitzende LAbg. Karin Dollinger.

 

Wir SPÖ Frauen fordern daher:

  • Volle Anrechnung der Karenzzeiten (dank SPÖ-Initiative vor kurzem beschlossen)
  • Bessere Aufwertung von Kinderbetreuung und Pflege für die Pension
  • Gerechte Aufteilung der unbezahlten Arbeit zwischen Männern und Frauen
  • Lohntransparenz im Gesetz verankern