Gewaltschutz, SPÖ, Frauen

Heinisch-Hosek zu Gewaltschutz: Mehr Mittel für Prävention

Bild: Labinota Isufi

In allen Bundesländern Beratungsstellen für sexuelle Gewalt schaffen

„Die Zahl der Frauen, die von ihren Partnern oder Expartnern ermordet wurden, ist im vergangenen Jahr gestiegen. Die Taten sind oft das Ergebnis einer langen Gewaltspirale“, sagte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek zu aktuellen Daten der UNO zu Gewalt an Frauen. „Wir müssen dringend mehr Mittel für die Prävention zur Verfügung stellen und die Gewalt an Frauen an der Wurzel bekämpfen. Es ist wichtig, dass wir bei diesem Thema alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Heinisch-Hosek. „Trotz massiver Vorbehalte der ExpertInnen, Opferschutz- und Fraueneinrichtungen wollen ÖVP und FPÖ im September ihre Vorschläge durchpeitschen, die in erster Linie nur auf höhere Strafen abzielen. Ich erwarte mir hier endlich die Bereitschaft zum Dialog und ein Einbeziehen der Opferschutz- und Fraueneinrichtungen“, so Heinisch-Hosek.

„Wichtig ist es, strukturelle Gewalt an Frauen zu bekämpfen und der Benachteiligung von Frauen in allen Lebensbereichen entgegenzuwirken“, so Heinisch-Hosek. Die SPÖ-Frauen unterstützen in diesem Zusammenhang den Vorstoß von Frauenministerin Ines Stilling, in jedem Bundesland eine Beratungsstelle für sexuelle Gewalt zu schaffen. Bisher gibt es diese Beratungsstellen in nur fünf Bundesländern. „Die nächste Regierung muss das Frauenbudget deutlich erhöhen. Nur so können wir Frauen gezielt in allen Bereichen stärken“, so Heinisch-Hosek.