Hammerschmid befürchtet Aus für Sexualpädagogik an Schulen

NRin Sonja Hammerschmid Bild: Parlamentsdirektion/Simonis

Appell an ÖVP und FPÖ, Antrag zurückzuziehen.

SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid befürchtet ein de facto-Aus für Sexualpädagogik an Schulen: „Der Antrag von ÖVP und FPÖ, externe Vereine für Sexualerziehung nicht mehr an Schulen zuzulassen, wird dazu führen, dass Sexualpädagogik an Schulen massiv reduziert wird oder gar nicht mehr stattfindet. Nur, weil mit ‚TeenStar‘ ein Verein mit höchst problematischer Ideologie an Schulen tätig war, gleich alle externen ExpertInnen aus den Schulen zu schmeißen, wird uns in der Sexualaufklärung um Jahrzehnte zurückwerfen“, so die SPÖ-Bildungssprecherin, die den Protest der Initiative für eine qualitätsvolle Sexualpädagogik unterstützt.

Hammerschmid appelliert an ÖVP und FPÖ, ihren Antrag zu überdenken und gemeinsam mit allen Fraktionen einen Weg zu finden, der die bewährte Sexualaufklärung weiterhin möglich macht und ein hohes Niveau garantiert – etwa durch die von Ex-Bildungsminister Faßmann schon angedachte Akkreditierungsstelle. „Wenn externe Vereine verboten werden, verzichten wir nicht nur auf deren Know-how. Wir lassen auch die PädagogInnen mit diesem Thema allein, denen klarerweise oft die spezifische Ausbildung fehlt und die selbst ganz genau wissen, dass Jugendliche über Fragen der Sexualität lieber mit Externen als mit den eigenen LehrerInnen reden.“