Yildirim, Gleichstellung, SPÖ

Yildirim: „Um die Quote kommen wir nicht herum“

Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim Bild: Julia Hitthaler

Diversität führt zu besseren Entscheidungen - Gesetzliche Quote wirkt rasch und zuverlässig

„Eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien hat es neuerlich bestätigt: Freiwilligkeit allein reicht nicht. Damit der Frauenanteil in Führungsgremien von Wirtschaft, Verwaltung und Politik steigt, braucht es eine gesetzliche Quote“, sieht sich die Tiroler SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin. Selma Yildirim bestätigt. „Die von der SPÖ auf den Weg gebrachte gesetzliche Quote von 30 Prozent in Aufsichtsräten börsennotierter Konzerne ist ein erster und wie die Zahlen belegen sehr wirksamer Schritt. Für echte Chancengleichheit und im Sinne der besten Entscheidungen bedarf es weiterer mutiger Schritte. Dafür werden wir uns weiterhin einsetzen“, so Yildirim.

Aktuell sind nur 4,8 Prozent der Vorstände von börsennotierten Unternehmen in Österreich Frauen, der Anteil ist unter Schwarz-Blau sogar noch zurückgegangen. In den Aufsichtsräten wurde der Anteil durch die gesetzliche Quote auf 23 Prozent angehoben. Bei staatsnahen Betrieben liegt der Frauenanteil durch die Quote inzwischen bei über 45 Prozent. „Um die Quote kommen wir nicht herum. Die Praxis hat gezeigt, dass dieses Instrument besonders gut funktioniert“, sagt Yildirim.

Dass Österreich nun eine Bundeskanzlerin und eine paritätisch besetzte Bundesregierung hat, sei ein prominentes und öffentlichkeitswirksames Beispiel, das zeigt: „Es geht, wenn der Wille dazu da ist. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Der öffentlichen Hand kommt dabei eine besondere Vorbildfunktion zu“, betont Yildirim.

„Die Zusammensetzung von Gremien, Teams, ExpertenInnengruppen und insbesondere der Führungsebene hat maßgeblichen Einfluss auf die von diesen getroffenen Entscheidungen. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass gemischte Teams bessere Ergebnisse liefern. Sensibilität und Bewusstsein bei Besetzungen ist daher notwendig“, so Yildirim abschließend.