Sandler, Erasim, Schatz

SPÖ fordert Unterhaltsgarantie und warnt vor Einschränkung des Selbstbestimmungsrechts der Frau

Bild: Astrid Knie

Die SPÖ forderte in der Nationalratssitzung am Mittwoch die Umsetzung mehrerer Punkte des Frauenvolksbegehrens. Bei diesen gehe es um die Gleichstellung von Männern und Frauen, die im Wahlkampf versprochene Unterhaltsgarantie, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und vieles mehr. „Wir Frauen wollen und können nicht länger warten“, so SPÖ-Abgeordnete Katharina Kucharowits.

Auch 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts sei immer noch ein Frauenvolksbegehren notwendig. „Wir sind noch weit von Gleichberechtigung entfernt“ sagt SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz. Das sei auch an der massiven Gewalt an Frauen zu sehen. Hierfür brauche es laut Schatz eine rasche Umsetzung von 100 Betreuungsstellen für gewaltbetroffene Frauen und den Ausbau von Frauenhäusern. Frauenministerin Bogner-Strauß sei nicht unbequem genug und stelle parteipolitisches Kalkül vor die Interessen der Frauen, so SPÖ-Abgeordnete Melanie Erasim in der Debatte um das Frauenvolksbegehren.

SPÖ-Abgeordnete Birgit-Silvia Sandler: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die Grundvoraussetzung dafür, dass viele Frauen ihre Familien ernähren und sich selbst und ihre Kinder vor Gewalt schützen können.“ Weitere Forderungen waren kostenlose Verhütungsmittel und das Selbstbestimmungsrecht der Frauen in Bezug auf Schwangerschaftsabbrüche. „Die Regierung muss Flagge zeigen“, so Kucharowits abschließend.