SJ-Herr: „Wir müssen über ein ‚Streikrecht‘ für SchülerInnen nachdenken!“

„Gesellschaftliches Engagement von jungen Menschen muss gefördert, nicht behindert werden!“

„SchülerInnen ab 16 Jahren sollten für ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement an zwei Tagen im Jahr eine Sonderfreistellung von der Schule in Anspruch nehmen können“, fordert Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend, die bei der kommenden EU-Wahl auf der Liste der SPÖ antritt.

„Mit 16 Jahren darf man wählen gehen. Da ist es notwendig, dass man sich auch mit Politik auseinandersetzt. An Protesten teilzunehmen und zu lernen, sich in der Öffentlichkeit für eine Sache einzusetzen, ist ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung. Dafür sollte auch im Schulsystem Platz sein“ so Herr.

„Bei Fridays for Future waren zehntausende junge Menschen für ihre Zukunft auf der Straße. Statt froh zu sein, dass sich SchülerInnen für die Umwelt einsetzen, behandelt Schwarz-Blau sie wie VerbrecherInnen“, kritisiert Herr mit Verweis auf die hohen Strafen, die letztes Jahr von Schwarz-Blau eingeführt worden waren: Wer in der Oberstufe innerhalb eines Schuljahres insgesamt mehr als eine Woche oder 30 Stunden unentschuldigt fernbleibt, dem droht die Abmeldung von der Schule. Wer zwei Mal in der Unterrichtszeit auf einer Demonstration ist und später noch drei Tage fehlt, ist schon vom Verlust des Schulplatzes bedroht. „Gesellschaftliches Engagement von jungen Menschen muss gefördert, nicht behindert werden!“, so Herr.