Sozialausschuss – Heinisch-Hosek enttäuscht über Verzögern und Verschieben des Papa-/Babymonats durch FPÖ und ÖVP

Bild: Labinota Isufi

„Vizekanzler Strache ist mit seiner Auszeit nach der Geburt seines Sohnes ein Vorbild in der Regierung, damals hat er öffentlich kundgetan, dass er das anderen Vätern auch gönnen möchte. Das wollen wir auch. Umso unverständlicher ist es, dass die Regierungsparteien den SPÖ-Antrag für einen Rechtsanspruch weiter verzögern und verschieben mit dem Vorwand einer kommenden EU-Richtlinie“, zeigt sich SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek über das Verhalten von FPÖ und ÖVP im Sozialausschuss enttäuscht. „Wir brauchen nicht auf eine EU-Richtlinie warten, die dann vielleicht eine viel kürzere Zeit mit dem Neugeborenen vorsieht. Wir können als Österreich vorbildhaft diesen Papamonat beschließen und das wäre eine wunderbare Sache für all jene, die grad Väter geworden sind oder werden“, betonte Heinisch-Hosek.

Die SPÖ-Frauensprecherin fügte hinzu, dass es gut wünschenswert wäre den „Papamonat“ in der Folge „Babymonat“ zu nennen, damit es auch für gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit gibt, sich ein Monat Auszeit nach der Geburt zu nehmen. Der Antrag der SPÖ zielt darauf ab, dass Väter und PartnerInnen innerhalb der ersten acht Wochen – also innerhalb des Mutterschutzes – einen Rechtsanspruch auf Papamonat/Babymonat bekommen können. „Der Rechtsanspruch ist wichtig, denn ein Monat Auszeit nach der Geburt eines Kindes muss allen ArbeitnehmerInnen möglich sein, nicht nur jenen, die sich das richten können“, so Heinisch-Hosek.