Julia Herr und Sozialistische Jugend starten Vorzugsstimmen-Kampagne „Wach auf Europa!“ mit Wecker-Aktion vor dem Umweltministerium

Bild: SJ Österreich

Am Dienstag um fünf vor zwölf präsentiert die Sozialistische Jugend bei einer Aktion vor dem Umweltministerium ihre Vorzugsstimmen-Kampagne für die EU-Wahl „Wach auf Europa!“. „In den letzten Jahrzehnten ist in Europa vieles grundlegend falsch gelaufen. Während Banken gerettet wurden, mussten die Menschen mit immer neuen Kürzungen zurechtkommen. Während Konzerne riesige Profite machen, sieht meine Generation einer Zukunft in der Klimakatastrophe entgegen. Europa muss endlich aufwachen!“ fordert Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend, die bei der kommenden Europawahl auf Platz Sechs der SPÖ-Liste antritt. Die Sozialistische Jugend wird mit der Kampagne durch ganz Österreich ziehen.

Die erste Station war am Dienstag vor dem Umweltministerium. AktivistInnen der SJ waren mit 100 Weckern vor Ort um die Umweltministerin aufzuwecken. „Wir haben in der Frage der Umwelt in den letzten Jahrzehnten ein völliges politisches Versagen erlebt. Heute wird versucht, die Verantwortung auf die individuelle Ebene abzuschieben. PolitikerInnen wie Ministerin Köstinger erklären uns, jeder und jede Einzelne müsse die Umwelt retten, indem wir Bio einkaufen, unseren Müll trennen und mit dem Rad fahren. Was es endlich braucht ist ein ambitionierter Plan“, so Herr.

„In der EU kommt immer noch 20 Prozent des Stroms aus Kohle, dem schmutzigsten Energieträger überhaupt. Hier gilt es so schnell wie möglich auszusteigen und massiv in fossilfreie Energien zu investieren“ fordert Herr. „Genauso müssen wir Europa endlich auf Schiene bringen. Im Vergleich zu Regionen wie China ist das europäische Zugsystem sehr veraltet. Mit einer moderneren Bahn wären schnellere, günstigere und bequemere Reisen möglich, die Emissionen auf der Autobahn und im Flugverkehr reduzieren können. Die massiven Investitionen die hier erforderlich sind, brauchen natürlich Geld. Das kann man sich einerseits in den Branchen holen, die für die Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. So zum Beispiel in Österreich, indem man eine Kerosinsteuer einführt. Vor allem müssen wir aber endlich mit Steuerbetrug und Steuervermeidung Schluss machen, wodurch den EU-Staaten nach Schätzungen jährlich rund 1000 Milliarden Euro entgehen!“

Fotos der Aktion finden sich unter folgendem Link: [https://we.tl/t-RVJQ8lxmC5] (https://we.tl/t-RVJQ8lxmC5)