Anderl, Wahlen, Wien

Wiener SPÖ Frauen zum Frauentagsfest: Auf deine Stimme kommt es an

Bild: Knie

Anlässlich des Internationalen Frauentags haben die Wiener SPÖ Frauen am Samstag, den 9. März 2019, zum großen Frauentagsfest ins Frauenzentrum ega geladen. Frauenstadträtin Kathrin Gaal, AK-Präsidentin Renate Anderl, EU-Kandidatin und Abgeordnete zum Europäischen Parlament Evelyn Regner und VSStÖ-Spitzenkandidatin zur ÖH-Wahl Dora Jandl haben dort zum Thema „Auf deine Stimme kommt es an“ diskutiert.

„Der Frauentag im Wiener Rathaus stand heuer unter dem Motto „100 Jahre Frauenwahlrecht – Unsere Stimme zählt“, so Frauenstadträtin Kathrin Gaal. „Was heute ganz selbstverständlich ist, war ein politischer Meilenstein für uns Frauen, der die Weichen dafür gestellt hat, wo wir heute stehen. Ganz in diesem Sinne ist es wichtig, dass Frauen gehört werden – und dass sie ihre Stimme einsetzen“, betonte die Wiener Frauenstadträtin mit Blick auf die EU-Wahlen im Mai 2019.

Wien sei in Sachen Frauenpolitik ganz vorne, betonte Gaal und kam etwa auf die zahlreichen wichtigen Maßnahmen zum Gewaltschutz zu sprechen. „Gewalt gegen Frauen hat in unserer Stadt, in unserem Wien, keinen Platz und ist niemals zu dulden. Jede Gewalttat an einer Frau ist eine zu viel. Mit der Kampagne #keinegewaltgegenfrauen setzen wir ein klares Zeichen für Frauen und gegen Gewalt“, so Gaal. „Es ist wichtig, Frauen in Notsituationen möglichst schnell helfen zu können. Diese Unterstützung bieten die Wiener Frauenhäuser genauso wie der 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien. Wir haben für Wien ein fünftes Frauenhaus auf die Reise gebracht. Ab 2022 sollen 50 zusätzliche Plätze für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind, zur Verfügung stehen.“

Arbeiterkammer-Präsidentin und FSG Spitzenkandidatin Renate Anderl betonte im Hinblick auf die kommende AK-Wahl: „Alles Erreichte haben wir täglich wieder zu verteidigen – dieser Grundsatz gilt auch für die AK. Die laufenden Angriffe auf die AK haben die Schwächung der Rechte der ArbeitnehmerInnen zum Ziel.“ Die Ausweitung der Höchstarbeitszeiten, die Abschaffung des freien Karfreitags und zuletzt das Streichen der 50%-Frauenquote bei der Vergabe der AMS-Fördermittel zeige klar: „Die Regierung hält nicht viel von den ArbeitnehmerInnen und von der Chancengleichheit der Frauen.“ Ihren mangelnden Respekt vor der Leistung der Beschäftigten habe kürzlich auch die Sozialministerin deutlich gezeigt. „Wenn sie einseitig die Unternehmer als die Wirtschaft bezeichnet, stelle ich die Frage: Was wären die Unternehmer ohne ihre engagierten ArbeitnehmerInnen?“ Die FSG stehe dafür, dass die Beschäftigten den Respekt bekommen, den sie verdienen. „Wir stehen für eine Arbeitszeitverkürzung, für eine Politik der Chancengleichheit und für eine starke AK. Gehen Sie zur Wahl und stimmen Sie für dieses zukunftsorientierte Programm“, so Anderl.

Dieses Jahr im Mai wird außerdem ein neues EU-Parlament gewählt. EU-Kandidatin Evelyn Regner: „Wenn Frauenrechte in Europa bedroht sind, muss das EU-Parlament umso mehr ein Garant für unsere Rechte sein. Ich kämpfe gegen den Backlash in der Frauenpolitik in Österreich, Ungarn und ganz Europa. Ich kämpfe dafür, dass wir endlich Halbe-Halbe in der Familie und in den Chefetagen bekommen, für Respekt und gegen jeden Millimeter, der unsere Errungenschaften bedroht. Dranbleiben für ein Europa, in dem Frauen alle Chancen haben“, zeigte sich Regner kämpferisch.