SPÖ-Frauen Tirol: „Zusammenstehen im Kampf für Frauenrechte“

Bild: Hitthaler

Der Weg zu echter Gleichberechtigung ist immer noch nicht geebnet, stattdessen gibt es Rückschritte durch die Politik der schwarz-blauen Bundesregierung.

„Die Politik der schwarz-blauen Bundesregierung ist ein frauenpolitisches Trauerspiel. Gegen die Kürzungs- und zurück an den Herd-Politik wehren wir uns. Der Kampf für Frauenrechte und das Zusammenstehen sind daher umso wichtiger“, sagen Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim, Stv.in LA Elisabeth Fleischanderl und die Innsbrucker Frauenstadträtin Elisabeth Mayr anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März.
Kürzungen bei Fraueninitiativen, nur leere Ankündigungen beim Gewaltschutz, Angriffe auf das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper, der Versuch Frauen noch stärker in Teilzeit oder in die unbezahlte Familienarbeit zu drängen, sind nur einige der Maßnahmen, die massiv zu kritisieren sind.
„Dass wir nicht konsequent weiter in Richtung echter Gleichberechtigung gehen, sondern jetzt bereits Erreichtes verteidigen müssen, ist ein Trauerspiel. Mit dieser Regierung geht es vom Jahr 2019 zurück in die 1950er-Jahre. Dagegen stehen wir stark und solidarisch zusammen. Für echte Gleichberechtigung und Selbstbestimmung“, versichert Yildirim.
„Gleicher Lohn, gleiche Pension, halbe-halbe bei Haushalt und Erziehung, bei Führungspositionen und Macht, das fordern wir“, betont Yildirim und erinnert anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht daran, was eine starke Frauenbewegung erreichen kann.
„Wir kämpfen am Weltfrauentag für Gleichberechtigung, ohne Waffen sondern mit Argumenten, nicht gegen Männer sondern mit allen für eine Welt ohne Sexismus und Gewalt, für Gerechtigkeit auf allen Ebenen“, so Fleischanderl. Sie hat daher im Landtag einen Frauenanteil von 50% in Führungspositionen der Landesverwaltung sowie Aufsichtsräten von Landes- und landesnahen Unternehmen gefordert. Künftig wird die Landesregierung bei der Verfolgung dieses Ziels vom Landtag unterstützt, um gerechte Machtverteilung in Führungspositionen zu erreichen.
„Sexismus ist Realität in unser aller Alltag. Noch immer werden Mädchen und Burschen von Geburt an in Rollenbilder gedrängt, die vorgeben, was angeblich weibliches und männliches Verhalten ist. Das schränkt ein und macht in der persönlichen Entwicklung und Entfaltung bis hin zur späteren Berufswahl unfrei. Alle profitieren davon, wenn diese einengenden Zuschreibungen bewusst gemacht und damit verändert werden. Mädchen sollen genauso wild und fordernd sein können wie Buben, Buben sollen Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken und zeigen können, ohne Angst vor Zurückweisung und Ablehnung. In einer solchen freien und angstlosen Atmosphäre können wirkliche Stärke und ein solidarisches Miteinander gedeihen“, ist Frauenstadträtin Elisabeth Mayr überzeugt.