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SPÖ-Zentrale im Zeichen des Frauentags

Bild: Knie

Wie wichtig der Kampf für Frauenrechte ist, daran haben SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner, SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek, die Wiener Frauenvorsitzende Renate Brauner, die Wiener Frauenstadträtin Katrin Gaál, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner und die Wiener Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch am 4. März bei der Fahnenhissung an der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle gemeinsam mit SPÖ-Nationalratsabgeordneten und vielen AktivistInnen erinnert.

Am 4. März 1919 zogen die ersten weiblichen Abgeordneten ins Parlament ein, sieben davon waren Sozialdemokratinnen: Adelheid Popp, Anna Boschek, Emmy Freundlich, Gabriele Proft, Therese Schlesinger, Amalie Seidl und Maria Tusch. „Wir sind stolz auf die Errungenschaften, die unsere Pionierinnen im Laufe der Jahrzehnte auf den Weg gebracht haben, wie zum Beispiel die Fristenregelung, die Familienrechtsreform, die Gleichbehandlungs- und Gewaltschutzgesetze. Jetzt muss es weiter gehen. Es geht um eine gute Zukunft für alle Frauen“, so SPÖ-Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner.

„Wir können nicht hundert Jahre warten bis sich die Lohnschere schließt. Wir brauchen rasch ein Lohntransparenzgesetz, die gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten bei Lohnvorrückungen, einen Rechtsanspruch auf den Papamonat und mehr Geld für Fraueneinrichtungen und den Gewaltschutz“, so SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. Laut Statistik Austria hat die Erwerbsbeteiligung von Frauen zugenommen. Aber immer mehr Frauen arbeiten Teilzeit. Die Lohnschere liegt mit 19,9 Prozent über dem EU-Schnitt von 16 Prozent.

„Klar geregelte Teilzeit kann in manchen Lebenssituationen hilfreich sein. Generell bringt Teilzeit viele Nachteile für Frauen mit sich. Sie bedeutet weniger Einkommen und weniger Pension. Frauen sollen von ihrem Einkommen gut leben können. Frauen haben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben“, so die Wiener Frauenvorsitzende Renate Brauner.

„Frauen sollen sich in Wien sicher fühlen. Wir investieren stark in den Schutz von Frauen, daher haben wir das fünfte Frauenhaus auf die Reise gebracht. Wir setzen auch weiterhin viele Initiativen zum Schutz und zur Prävention“, so die Wiener Frauenstadträtin Kathrin Gaál.

Besorgt äußerte sich SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner zu konservativen Bestrebungen, den Schwangerschaftsabbruch zu beschränken. „Der Zugang zum Schwangerschaftsabbruch wird in vielen Ländern Europas eingeschränkt. Auch bei uns ist es inzwischen so weit, dass die scwarz-blaue Regierung dieses hart umkämpfte Recht in Frage stellen will. Das werden wir nicht zulassen“, so Brunner.

„Wir wissen aus der Geschichte: Wenn wir zusammenhalten, können wir viel erreichen. Gemeinsam sind wir stark“, so die Wiener Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch.