Yildirim: „Teilzeitarbeit führt zu Altersarmut“

(c) Julia Hitthaler

Die Streichung der AMS-Mittel für Frauen ist für die SPÖ-Abgeordnete und Tiroler Landesfrauenvorsitzende Selma Yildirim der nächste frauenfeindliche Akt der Bundesregierung.

„Bisher waren 50 Prozent des AMS-Budgets für Frauen reserviert. Dass das Sozialministerium dieses Förderziel jetzt streicht, ist ein Schritt in die falsche Richtung und der nächste frauenfeindliche Akt dieser schwarz-blauen Bundesregierung“, findet Yildirim klare Worte. Die „Zurück-an-den-Herd“-Politik der schwarz-blauen Bundesregierung setzt sich mit dieser Maßnahme weiter fort. Gestrichen wurde nämlich auch die arbeitsmarktpolitische Zielvorgabe, dass Frauen über die Auswirkungen von Teilzeitarbeit aufgeklärt und beim Finden einer Vollzeitarbeit unterstützt werden müssen. Für Yildirim ein fataler Fehler, denn Teilzeitarbeit ist schlechter bezahlt und bietet weniger Aufstiegschancen. ****

„Berufsunterbrechungen und Teilzeitarbeit sind für Frauen das größte Armutsrisiko. Insbesondere in der Pension. Studien belegen, dass speziell in Österreich Frauen noch viele Jahre nach der Geburt eines Kindes wesentlich weniger verdienen als davor. Nach zehn Jahren besteht ein Einkommensverlust von 51 Prozent. Ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben gibt es nur mit einem Einkommen, das zum Leben reicht“, sagt Yildirim.

„Das Wissen um die Konsequenzen von Teilzeitarbeit ist ganz zentral. Beim Antreten der Pension ist es nämlich zu spät. Was den Frauen ebenfalls helfen würde, ist endlich gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, die Aufwertung von sogenannten Frauenbranchen und natürlich die gerechte Aufteilung der unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern“, so Yildirim.