Herbstferien – Hammerschmid fordert raschen Ausbau der Ferienbetreuung

NRin Sonja Hammerschmid Bild: Parlamentsdirektion/Simonis

„Faßmann und Bogner-Strauß können sich nicht aus der Verantwortung stehlen“, sagt SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid.

Einen massiven Ausbau der Ferienbetreuung für SchülerInnen fordert SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid angesichts der geplanten Einführung von Herbstferien. Grundsätzlich befürwortet sie eine einheitliche Regelung im Sinne der Planbarkeit – „allerdings ist es für Eltern oft auch schwieriger, für eine ganze zusammenhängende Woche eine Betreuung zu finden als für einzelne Tage. Deshalb braucht es unbedingt einen Ausbau der schulischen Ferienbetreuung. Wenn fast 14 Ferienwochen der SchülerInnen fünf Urlaubswochen der Eltern gegenüberstehen, ist klar, dass sich das nicht ausgehen kann“, so Hammerschmid.
Kritik übt sie daran, dass offenbar weder der Bildungsminister noch die Familienministerin aktiv werden wollen. „Faßmann sagt, die Ferienbetreuung gehört nicht zu seinen Aufgaben; und das einzige, was der Familienministerin einfällt, ist auf eine Online-Plattform mit zum Teil sündteuren privaten Betreuungsangeboten zu verweisen. Dass solche Feriencamps um hunderte Euro pro Woche für viele Familien – erst recht mit mehreren Kindern – nicht leistbar sind, ficht sie offenbar nicht an.“ Hammerschmids Forderung: „Die Regierung kann sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen. Es braucht einen Ausbauplan gemeinsam mit Ländern und Gemeinden, wobei der Bund auch mehr Geld in die Hand nehmen muss“, fordert sie.