100 Jahre Frauenwahlrecht: Kampf um Gleichstellung ist noch lange nicht vorbei

SPÖ-Frauen erinnern mit Wanderausstellung an Errungenschaften der Frauenbewegung – Am Selbstbestimmungsrecht darf nicht gerüttelt werden!

SPÖ-Frauen erinnern mit Wanderausstellung an Errungenschaften der Frauenbewegung – Am Selbstbestimmungsrecht darf nicht gerüttelt werden!

Am 16. Februar 1919 konnten Frauen in Österreich erstmals wählen. „Das Frauenwahlrecht ist ein wichtiger demokratiepolitischer Meilenstein. Doch der Kampf um Gleichstellung ist noch lange nicht vorbei. Frauenrechte müssen immer wieder aufs Neue verteidigt werden“, sagten heute SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. Mit der Wanderausstellung „Schwestern zur Sonne, zur Freiheit“ erinnern die SPÖ-Frauen an wichtige Errungenschaften der Frauenbewegung. ****

Die Wahlbeteiligung der Frauen war 1919 mit über 82 Prozent enorm hoch. Wenig später zogen acht Frauen ins österreichische Parlament ein, sieben davon waren Sozialdemokratinnen: Adelheid Popp, Anna Boschek, Emmy Freundlich, Gabriele Proft, Therese Schlesinger, Amalie Seidl und Maria Tusch. „Frauenrechte wie die Fristenregelung, die Familienrechtsreform, die Gleichbehandlungs- und Gewaltschutzgesetze wurden hart erkämpft. Wir lassen nicht zu, dass diese Rechte wieder eingeschränkt werden. Im Gegenteil: Es muss vorwärts gehen!“, stellte Heinisch-Hosek klar.

„Wir müssen wachsam sein. Konservative Kreise versuchen, am Recht der Frau auf Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper und am Schwangerschaftsabbruch zu rütteln. Das lassen wir nicht zu!“, so die SPÖ-Frauen.