SPÖ-Frauen fordern: „Finger weg vom Selbstbestimmungsrecht der Frauen!“

(c) Julia Hitthaler

Unter der rückwärtsgewandten schwarz-blauen Bundesregierung wird nun versucht die Möglichkeit von Schwangerschaftsabbrüchen einzuschränken. „Werden keinen Millimeter nachgeben“.

Durch die Hintertür wird von Schwarz-Blau auf Bundesebene versucht, das Selbstbestimmungsrecht von Frauen anzugreifen und Schwangerschaftsabbrüche zum Thema zu machen.
Die Tiroler SPÖ-Frauen geben sich dazu kampfbereit. Für Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim, Stv.in LA Elisabeth Fleischanderl und Frauenstadträtin Elisabeth Mayr ist klar: „Die Möglichkeit auf einen Schwangerschaftsabbruch darf nicht eingeschränkt werden. Frauen bestimmen selbst über ihren Körper. Wir werden hier keinen Millimeter nachgeben.“
Zwei Petitionen wurden gestern dazu im Nationalrat behandelt. Bezeichnend sei, dass sich insbesondere Männer hier wieder als Unterstützer von Initiativen hervortun, die den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren oder sogar verhindern wollen. Unter ihnen Verkehrsminister Norbert Hofer von der FPÖ und der ehemalige ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll.
„Derartige Angriffe werden wir keinesfalls akzeptieren. In der Pflicht ist hier auch die schwarz-grüne Landesregierung. Im Bundesland gibt es nur einen niedergelassenen Arzt, der Abbrüche durchführt. Wir fordern weiterhin die Möglichkeit, Abbrüche an einem öffentlichen Krankenhaus zu ermöglichen. Das ist eine Aufgabe der Gesundheitspolitik.“
Niemand mache sich die Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch leicht. Den Zugang zu erschweren, wird aber keinen verhindern, sondern höchstens die Gesundheit der Frauen gefährden.
„Ein selbstbestimmter Umgang mit Sexualität, Aufklärung und kostenloser Zugang zu Verhütungsmitteln, das ist es, was ungewollte Schwangerschaften verhindern kann“, ergänzt Yildirim. Sie hat dazu bereits einen Antrag im Nationalrat eingebracht. Dieser wurde allerdings vertagt.