SJ-Herr zu BJV-Jugendumfrage: „Junge Menschen wollen, dass die EU endlich in unsere Generation investiert!“

„Es ist keine Überraschung, dass junge Menschen soziale Sicherheit und Lösungen für die Klimakrise fordern", sagt Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich und EU-Kandidatin der SPÖ bei der kommenden Europawahl.

Das heute präsentierte „Jugendpolitische EU-Programm“ der Bundesjugendvertretung zieht Ableitungen aus einer Umfrage mit rund 50.000 jungen Menschen aus ganz Europa. „Das Ergebnis zeigt klar, dass soziale Sicherheit und Lösungen für die Klimakrise oberste Priorität für Junge haben!“ betont Herr.

„Während große Konzerne satte Profite machten, war die Wirtschaftspolitik der EU in den letzten Jahren vor allem eine Sparpolitik. Es sind insbesondere junge Menschen, die zunehmend prekäre Arbeitsverhältnisse und die Auflösung sozialer Infrastruktur zu spüren bekommen. Es ist also keine Überraschung, dass von Menschen unter 30 eine starke, soziale Säule von der EU gefordert wird“, sagt Herr.„Gleichzeitig waren die bisherigen Maßnahmen der EU gegen die Klimakrise völlig unzureichend. Wenn wir auf diesem Kurs bleiben, dann ist es unsere Generation, die den Großteil ihres Lebens in einer völlig zerstörten Umwelt verbringen wird. Auch hier überrascht es also nicht, dass junge Menschen Investitionen in saubere Energie und öffentliche Mobilität wollen.“

Herr unterstützt die Stoßrichtung des BJV-Programms und schlägt konkrete Maßnahmen vor: „Im Moment ist Zugfahren in der EU teuer und dauert sehr lange. Andere Regionen der Welt, wie zum Beispiel China, sind hier schon viel weiter. Es ist klar, dass es einen massiven Ausbau von europäischer Schieneninfrastruktur braucht, sowohl regional als auch im Fernverkehr. Kostenfreie Interrail-Tickets zum 18. Geburtstag sind eine sinnvolle Maßnahme, die junge Menschen mobil macht und gleichzeitig fossilfreien Verkehr fördert. Die EU lässt sich aber nicht nur im Schienenausbau zu viel Zeit. Auch im Energiebereich gilt es endlich aufzuwachen. Immer noch kommen 20 Prozent des EU-Stroms aus Kohle, dem Träger, der die meisten Treibhausgase verursacht. Es ist schon fünf nach zwölf in der Klimakrise, und dehalb braucht es so bald wie möglich einen vollständigen Kohleausstieg, ersetzt durch einen weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien.“