Wissen um Wahrheit darf nicht in Vergessenheit geraten – „Es braucht die Zivil-Courage jedes Einzelnen“

Bundesparteivorsitzende NRin Pamela Rendi-Wagner Bild: Knie

Am 27. Jänner 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. Am Holocaust-Gedenktag wird der sechs Millionen ermordeter europäischer Juden und aller anderen Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

„Wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass die Schrecken und Gräueltaten des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten. Wir müssen uns auch heute mit der Vergangenheit aktiv auseinandersetzen und allen antisemitischen und rassistischen Tendenzen gegenüber wachsam bleiben, um den Anfängen zu wehren!“, betont SPÖ-Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner. In ganz Europa seien Nationalismus und Rechtspopulismus auf dem Vormarsch. „Mit im Gepäck sind dabei meist auch ein mehr oder weniger offener Antisemitismus und die Hetze gegen Minderheiten. Wir müssen ganz entschieden gegen jede Geschichtsverdrehung, gegen jede Leugnung der Tatsachen und gegen jede neue Form des Antisemitismus auftreten“, appelliert die Parteivorsitzende.

Die Anonymität des Internets lässt die Hemmschwellen sinken, sagt Rendi-Wagner. „Für Hass-Postings genauso wie für die Verbreitung von Fake-News und Verschwörungstheorien. Rechte Provokateure und Ideologen machen sich das zunutze. Antisemitische Vorfälle nehmen wieder zu. Das ist beängstigend und ein gravierendes Problem, das wir nicht einfach ignorieren dürfen“, macht Rendi-Wagner deutlich. „Es braucht die Zivil-Courage jeder und jedes Einzelnen. Wir dürfen nicht wegschauen“, mahnt die SPÖ-Vorsitzende. „Wir leben in einer Demokratie, in der Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist. Aber wir müssen dafür sorgen, dass diese Freiheit nicht für Verleumdungen und Hetze missbraucht wird. Wir müssen uns darum kümmern, dass das Wissen um die Wahrheit nicht im Raunen des Internets untergeht. Wir müssen aufstehen, wenn wir sehen, dass Grundwerte unserer Demokratie, wenn Menschenrechte infrage gestellt werden. Denn wir müssen unsere Demokratie schützen und jeden Tag für sie kämpfen“. Rendi-Wagner nannte in diesem Zusammenhang die wichtige Arbeit von Initiativen und Maßnahmen gegen Hass im Netz wie das „Forum gegen Antisemitismus“ oder die „Beratungsstelle #GegenHassimNetz“. Diese müssten ausgebaut werden, fordert Rendi-Wagner. „Wir alle als Gesellschaft müssen klar machen: Antisemitismus, Hass und Hetze haben bei uns keinen Platz!“