Gratis-Kindergartenplätze statt 12-Stunden-Tage!

Bild: Astrid Knie

AK-/ÖGB-Umfrage zeigt, dass gute Kinderbildung- und –betreuung zentral für bessere Vereinbarkeit ist, sagt SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. Die Regierung setzt falsche Schwerpunkte.

Die heute von Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund präsentierten Umfrageergebnisse zum Angebot an Kinderbetreuung und schulischer Nachmittagsbetreuung zeichnen ein deutliches Bild: Die Mehrheit der Eltern in Österreich nutzt ein Kinderbildungs- und Betreuungsangebot. Tun sie es nicht, liegt das laut Angaben der Eltern an den hohen Kosten, nicht passenden Öffnungszeiten oder nicht vorhandenen Plätzen für Kleinkinder.

„Die Bundesregierung spart bei der Kinderbetreuung und führt gleichzeitig den 12-Stunden-Tag ein. Das geht vor allem zu Lasten der Frauen, denn sie sind in der Regel diejenigen, die bei Lücken im Betreuungsnetz einspringen“, so SPÖ- Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. Sie fordert daher: „Statt einem 12-Stunden-Tag, der Eltern und v.a. Frauen vor schier unlösbare Vereinbarkeitsfragen stellt, braucht es daher einen Rechtsanspruch auf qualitativ hochwertige, kostenlose Ganztagesbetreuung für alle Kinder!“

Die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende schließt sich der Forderung von AK und ÖGB nach mehr Geld für die Kinderbildung und –betreuung an: „Die Bildung unserer Kinder muss uns etwas wert sein. Wenn wir in die Elementarpädagogik investieren, schaffen wir nicht nur mehr Chancengerechtigkeit für unsere Kleinsten, sondern wir schaffen auch bessere Rahmenbedingungen für Vollzeit-Erwerbstätigkeit von Frauen.“

Wir unterstützen die Forderung der AK und des ÖGB, dass ein Prozent des BIP daher künftig in die Elementarpädagogik fließen soll, um raschestmöglich ein flächendeckendes, ganztägiges, ganzjähriges Angebot an Kinderbetreuungsplätzen mit einheitlichen Qualitätsstandards zu schaffen.