Kuntzl: Ausbau der Fachhochschulen wird Reduktion der Studienplätze an Unis nicht annährend ausgleichen

NRin Andrea Kuntzl Bild: Simonis

Bis 2023 wird es zusätzliche 4.500 FH-Plätze geben – bis 2021 aber 20.000 Uni-Plätze weniger.

 

Der heute von Bildungsminister Faßmann vorgelegte Fachhochschulentwicklungs- und Finanzierungsplan wird die angespannte Situation im Hochschulbereich nicht entschärfen, sagt SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl. Denn den geplanten 4.500 zusätzlichen Studienplätzen an Fachhochschulen bis 2023 steht ein Minus von rund 20.000 Studienplätzen an den Unis gegenüber. Diese wurden von der schwarz-blauen Regierung gestrichen, erinnert Kuntzl. „Das ist ein negativer Saldo von zumindest 15.000 Studienplätzen“, was zur Folge hat, dass „viele junge Menschen, die eine höhere Ausbildung machen wollen, keinen Platz finden werden.“

„Was soll mit diesen jungen Menschen geschehen?“, so Kuntzl. Der Regierung fehle jeglicher Plan, welche Ausbildungsplätze man diesen jungen Erwachsenen anbieten kann. „Dieser Engpass wurde von ÖVP und FPÖ sehenden Auges herbeigeführt: Mehrere SPÖ-Anträge gegen Zugangsbeschränkungen wurden von den Regierungsparteien abgelehnt.“