Vernetzung gegen Retro-Familienbild

Bild: SPÖ-Frauen / Astrid Knie

Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek wurde mit 94,53 Prozent der Delegiertenstimmen bei der Bundesfrauenkonferenz in Wels bestätigt. Zuvor hatte sie eine kämpferische und mit tosendem Applaus bedachte Rede gehalten.

SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabi Heinisch-Hosek kritisierte in ihrer Rede die mangelnde Vertretung für die Sache der Frauen in der Bundesregierung. „Haben wir überhaupt eine Frauenministerin in Österreich?“, stellte Heinisch-Hosek in den Raum und kritisiert, dass Bogner-Strauß kein Engagement habe, Fraueneinrichtungen die Geldmittel streicht und das Frauenvolksbegehren nicht unterzeichnet hat. Diese Regierung baue Chancen und Möglichkeiten für Frauen ab. „Daher ist es so wichtig, dass wir uns jetzt vernetzen“, betonte Heinisch-Hosek in Richtung NGOs, Interessensgemeinschaften und Gewerkschaften.

Abgehobene schwarz-blaue Regierung an der Macht

„Das Fazit für diese Bundesregierung fällt denkbar schlecht aus“, bleibt Heinisch-Hosek mit ihrer Kritik keineswegs bei der für das Frauenressort verantwortlichen Ministerin Bogner-Strauß stehen. „In Österreich ist eine abgehobene schwarz-blaue Regierung an der Macht, die die Verfassung missachtet, ein Retro-Familienbild vertritt und im Schnellverfahren den sozialen Zusammenhalt zerstört, das Gesundheitswesen privatisieren will und unsere Gesellschaft spaltet, die Menschen gegeneinander ausspielt, Bevölkerungsgruppen pauschal zu Sündenböcken abstempelt und Geiz, Gier, Hass und Neid schürt“, erklärte Heinisch-Hosek.

Forderungskatalog für echte Frauenpolitik

Im Mittelpunkt der Forderungen der Bundesfrauenvorsitzenden, die sich auch im Leitantrag wiederfinden, standen das Aus für die 60-Stunden-Woche, die finanzielle Absicherung der Fraueneinrichtungen und Frauenhäuser, die gleiche Bezahlung von Teilzeit- und Vollzeitüberstunden und die Anrechnung der Kindererziehungszeiten als Versicherungszeiten bei der Mindestpension, die Verkürzung der Arbeitszeit und die Wiedereinführung der Aktion 20.000.