Jonas, Todesfall, SPÖ

SPÖ-Frauen trauern um Maria Jonas

Ehemalige Generalsekretärin der Fraueninternationale war eine wichtige Stütze der Frauenbewegung

Mit großem Schmerz haben die SPÖ-Frauen heute die Nachricht vom Tod von Maria Jonas erhalten. "Wir haben eine langjährige Freundin verloren. Maria Jonas war mit ganzem Herzen erfüllt von der sozialdemokratischen Idee. Sie hat die Frauenarbeit immer in den Mittelpunkt ihres Lebens gestellt. Nicht nur die sozialdemokratischen Frauen, sondern die österreichische und internationale Frauenbewegung verliert eine wichtige Stütze“ sagen SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner.

„Mit Maria Jonas ist eine große Pionierin und Kämpferin für Feminismus sowohl in Österreich als auch über die Landesgrenzen hinweg von uns gegangen. Als kritische Stimme gegen Ungerechtigkeit wird sie uns immer in Erinnerung bleiben und gerade in Zeiten wie diesen ganz besonders in unserer Mitte fehlen“, sagt die Frauenvorsitzende der SPÖ Wien, Renate Brauner.

Maria Jonas war 10 Jahre Generalsekretärin der Sozialistischen Frauen-Internationale bis 1995 und danach Vorstandsmitglied der INSTRAW, einer Frauenforschungs- und Trainingseinrichtung der Vereinten Nationen. Ferner wirkte sie von 1997 bis 2000 als Expertin in der Österreichischen Delegation zur Frauen-Status-Kommission der Vereinten Nationen mit. Sie war eine glühende Antifaschistin und hat sich im ehrenamtlichen Bereich verdient gemacht.

Ab 2000 war sie Vorsitzende des NGO Committee on the Status of Women und hierbei in die Umsetzung der Pekinger Weltfrauenkonferenz 1995 und ihres Folgeprozesses eingebunden. Bereits 1997 war sie Mitinitiatorin des ersten Frauenvolksbegehrens mit 650.000 UnterstützerInnen.

„Maria, du wirst immer in unserem Herzen sein“, so die SPÖ-Frauen.