Yildirim an Bogner-Strauß: „Antrag für kostenlose Verhütungsmittel schon eingebracht“

Wirksame Verhütung darf nicht von finanzieller Situation abhängen

 „Es freut mich, dass die ÖVP-Frauenministerin heute in der ‚Kleinen Zeitung‘ verkündet, über kostenlose Verhütungsmittel reden zu wollen. Eine Gelegenheit dazu wird sich schnell bieten, denn ein entsprechender Antrag wurde von uns bereits im Juli im Parlament eingebracht“, so SPÖ-Nationalrätin Selma Yildirim. Die Tiroler SPÖ-Landesfrauenvorsitzende erläutert einmal mehr den Hintergrund: „Frauen und Männer sollen einen selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Umgang mit Sexualität und Verhütung leben können. Das darf nicht von der finanziellen Situation abhängig sein.“

Österreich ist eines der wenigen westeuropäischen Länder, in dem Verhütung sowie Schwangerschaftsabbrüche nicht einmal teilweise von den Krankenkassen bezahlt werden. Studien zeigen, dass Frauen zu einem größeren Teil als Männer für die Verhütung verantwortlich sind und finanziell dafür aufkommen. Obwohl sie in Österreich deutlich weniger verdienen als Männer. „Besonders junge Frauen oder jene mit geringem Einkommen haben einen erschwerten oder keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Langzeitverhütungsmittel und solche die besonders wirksam sind, sind in Österreich sehr teuer. Das können sich viele Frauen nicht leisten“, schildert Yildirim.

„Wie wichtig das ist, zeigt sich in Tirol anhand des Härtefallfonds, durch den Frauen bei Langzeitverhütungsmitteln unterstützt werden können. Die Mittel können den Bedarf bei weitem nicht decken“, so Yildirim. „Die Kostenübernahme von Verhütungsmitteln könnte die Verhütung für Frauen und Männer in Österreich verbessern. Außerdem kann sie dazu beitragen, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern“, so Yildirim.