Gaál, Brauner und Berger-Krotsch zu Einsparungen im Gewaltschutzbereich: Bundesregierung gefährdet das Leben von Frauen

Die Bundesregierung agiert gegen die Interessen von Frauen in Österreich. Durch die geplanten Kürzungen im Gewaltschutzbereich sind gerade Frauenleben massiv gefährdet.

Wie heute im Ö1-Morgenjournal berichtet zieht das Innenministerium die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei von den einmal im Monat stattfindenden Treffen mit der Interventionsstelle gegen Gewalt ab. Die Bundesregierung handelt hier absolut verantwortungslos. Für Frauen habe der geplante Abzug drastische Folgen. Durch den Wegfall der Polizei, welche bisher in Hochrisikofällen eingegriffen und ihre fachliche Expertise eingebracht hat, werden Frauen in Gefahr gebracht.

„Nach den ersten Steinen, die die Regierung Frauen am Arbeitsmarkt oder im Bereich der Kinderbetreuung in den Weg legte, folgt nun sogleich die nächste Einsparung im Bereich der Frauen- und Familienberatungsstellen. Wien ist hier anders: wir bleiben dabei und fördern weiterhin unsere Frauenhäuser, Beratungsstellen und über 20 Frauenvereine. Auf Wien ist Verlass, bei uns wird nicht auf dem Rücken der Frauen eingespart“, so Wiens Frauenstadträtin Kathrin Gaál.

Die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Renate Brauner warnt: „Erneut beweist die schwarz-blaue Bundesregierung hier ihre Gleichgültigkeit gegenüber Frauen. In Österreich sind heuer 16 Frauen und Mädchen bei Beziehungstaten oder bei Taten im Umfeld der Familie ermordet worden. Durch die geplanten Kürzungen der Regierung könnte diese Zahl massiv ansteigen. Das ist absolut inakzeptabel!“

„Maßnahmen wie die Einführung des 12-Stunden-Tages, das Sparen in der Kinderbetreuung oder die Kürzungen im Gewaltschutzbereich beweisen klar, dass Frauenpolitik auf der Agenda der Bundesregierung ganz unten steht. Der hier angesetzte Sparstift gefährdet das Leben von Frauen in Österreich“, so die Frauensekretärin der SPÖ Wien LAbg. Nicole Berger-Krotsch.