Gewaltschutz, SPÖ, Heinisch-Hosek

Heinisch-Hosek zu Gewaltbericht: Regierung darf die Vorreiterrolle Österreichs nicht aufs Spiel setzen

Gesicherte Finanzierung beim Gewaltschutz gefordert.

SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek sieht sich mit dem aktuellen GREVIO-Bericht über Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen in ihren Forderungen bestätigt. „Die schwarz-blaue Regierung setzt die Vorreiterrolle Österreichs beim Gewaltschutz aufs Spiel und betreibt reine Placebo-Politik auf Kosten der von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder“, sagte Heinisch-Hosek am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende sprach hier das fehlende Budget für die 100 neuen Betreuungsplätze, die geschaffen werden sollen, und die mangelnde Finanzierung für Beratungseinrichtungen an.

„Es ist der bahnbrechenden Arbeit von Johanna Dohnal und Babara Prammer zu verdanken, dass es mit den Frauenhäusern und dem Gewaltschutzgesetz vorbildhafte Maßnahmen gegen Gewalt für Frauen und ihre Kinder in Österreich gibt. Das setzt Schwarz-Blau nun mutwillig aufs Spiel“, betonte Heinisch-Hosek und ergänzt, dass nun erstmals seit vielen Jahren der Gewaltschutz in Österreich nicht weiterentwickelt und ausgebaut wird, sondern budgetäre Einschnitte vorgenommen werden.

„Eine sinnvolle Weiterentwicklung des Gewaltschutzes in Österreich bedarf aber sowohl einer ausführlichen parlamentarischen Debatte, als auch Diskussionen und Möglichkeiten, sich einzubringen vonseiten der NGO. Das erwarte ich mir eigentlich von der Frauenministerin – leider findet das bisher nicht im erforderlichen Maß statt“, betonte Heinisch-Hosek.