Yildirim: „Alleinverdienerabsetzbetrag gerechter machen und Härtefälle vermeiden“

Antrag für Einschleifregelung der SPÖ-Nationalrätin wurde im Finanzausschuss vertagt

SPÖ-Nationalrätin Selma Yildirim hat einen Antrag eingebracht, der auf die gerechtere Gestaltung des Alleinverdienerabsetzbetrages abzielt. Gestern wurde er im Finanzausschuss diskutiert.
Aktuell beträgt die Zuverdienstgrenze für den Alleinverdienerabsetzbetrag 6000,- Euro pro Jahr. „Wird diese Einkommensgrenze auch nur um einen Euro überschritten, fällt der Alleinverdienerabsetzbetrag zur Gänze weg“, schildert Yildirim. „Das führt immer wieder zu Härtefällen, da das geringfügig höhere Einkommen den Wegfall oft nicht kompensiert. Familien sind dann mitunter sogar mit Rückzahlungen konfrontiert, die sie finanziell stark unter Druck setzen.“
Yildirim setzt sich daher für eine Einschleifregelung ein: „Mein Antrag zielt darauf ab, dass mit Überschreiten der 6000,- Euro-Grenze nicht gleich der gesamte Anspruch wegfällt, sondern nur entsprechend reduziert wird.“ Die NEOS kündigten Unterstützung für den Antrag an, die Regierungsparteien ÖVP und FPÖ haben ihn allerdings vertagt. „Ich hoffe auf ein Einsehen, denn das ist ein sinnvolles Anliegen das hilft, Härtefälle zu vermeiden.“

Beispiel: Ehepaar mit zwei Kindern, der Ehefrau stünde auf Grund des höheren Einkommens der Alleinverdienerabsetzbetrag von 669,- Euro zu, wenn der Ehemann höchstens 6000,- Euro verdient. Nach derzeitiger Rechtslage fällt der Alleinverdienerabsetzbetrag jedoch zur Gänze weg, wenn die 6000,- Euro-Grenze überschritten wird (-669,- Euro). Mit der vorgeschlagenen Regelung würde sich der Alleinverdienerabsetzbetrag z.B. bei einem Einkommen des Ehemannes von 6500,- Euro (nur) um 500,- Euro (den 6000,- Euro übersteigenden Betrag) reduzieren, dem Grunde nach jedoch weiter zustehen. 169,- Euro können daher steuermindernd geltend gemacht werden.