Hammerschmid appelliert an Regierung: Kein Kürzen bei der Kinderbetreuung

SPÖ-Bildungssprecherin fordert Bekenntnis zu Ausbau der Kinderbetreuung und bundeseinheitlichem Qualitätsrahmen

Anlässlich der am Donnerstag startenden Verhandlungen zwischen Bund und Ländern zum Ausbau der Kinderbetreuung appelliert SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid an die Regierung, nicht bei der Kinderbetreuung zu kürzen. „Die SPÖ bekennt sich zu einer sparsamen und sorgfältigen Haushaltsführung. Bei der Kinderbetreuung zu kürzen, ist jedoch kurzsichtig und ein Schuss nach hinten“, so Hammerschmid.

Noch immer ist offen, wie viel Geld der Bund in die Kinderbetreuung investieren wird. „Die letzte Bundesregierung hat sich klar für den Ausbau der Kinderbetreuung ausgesprochen und es wurde zwischen Bund und Ländern ausverhandelt, dass die betreffenden 15a-Vereinbarungen fortgeführt werden“, so Hammerschmid und weiter: „Heute ein Jahr später stellt der Bund die Finanzierung derselben in Frage.“

Dabei geht es neben dem notwendigen Ausbau vor allem darum, den Kindergärten in ganz Österreich „ausreichend Mittel als erste Bildungseinrichtung zur Verfügung zu stellen und einen einheitlichen Qualitätsrahmen zu schaffen. Dieses Bekenntnis fehlt mir zu diesem Zeitpunkt noch komplett“, so die SPÖ-Bildungssprecherin, die in diesem Zusammenhang daran erinnert, dass man sich in der vergangenen Legislaturperiode darauf geeinigt hat, bis 31. März 2018 eine Einigung über die Weiterentwicklung der Qualität der elementaren Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen zu erzielen.

„Wir brauchen einen bundeseinheitlichen Qualitätsrahmen. Es darf keinen Unterschied machen, ob die Kinder im ersten Wiener Gemeindebezirk oder in Grammatneusiedl betreut werden. Sprachförderung und Integration beginnen in der ersten Bildungseinrichtung, dem Kindergarten “, so Hammerschmid und weiter: „Organisatorische und pädagogische Parameter müssen Hand in Hand gehen“.

Die SPÖ-Bildungssprecherin fordert daher: „Statt Steuergeschenke für Reiche, muss das Geld in die Frühförderung unserer Kinder investiert werden. Das würde dem Land guttun“.