Lohntransparenz, Gleichbehandlung, SPÖ

Heinisch-Hosek: SPÖ legt Lohntransparenzgesetz vor

Altersarmut von Frauen bekämpfen – Kindererziehungszeiten anrechnen statt „Frauen-Malus“

Rund 20 Prozent beträgt die Lohnschere zwischen Frauen und Männern. Mehr Transparenz, was die Gehälter betrifft, ist für SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek ein Schlüssel zu mehr Lohngerechtigkeit. Die SPÖ legt deshalb heute im Gleichbehandlungsausschuss einen Gesetzesvorschlag für ein Einkommenstransparenzgesetz vor. Neben Verbesserungen bei den Einkommensberichten und Stelleninseraten enthält der Entwurf auch ein MitarbeiterInnenverzeichnis, in dem für jede/n ArbeitnehmerIn alle relevanten Lohndaten – Bruttogehalt, Zulagen, Boni etc. – aufgelistet sind und in die die ArbeitnehmerInnen und der Betriebsrat Einsicht nehmen können.

„In Ländern, wo Lohntransparenz selbstverständlich ist, sind auch die Lohnunterschiede geringer. Wenn eine Frau weiß, was ein gleich qualifizierter männlicher Kollege verdient, macht das Diskriminierung sichtbar und stärkt die Position bei Gehaltsverhandlungen“, so die Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses. Von Ministerin Bogner-Strauß fordert Heinisch-Hosek, hier endlich tätig zu werden. „Bogner-Strauß spricht selbst immer wieder davon, dass die Lohnschere geschlossen werden soll. Es wird Zeit, dass die Regierung endlich Nägel mit Köpfen macht.“

Im Ausschuss heute auf der Tagesordnung ist außerdem die SPÖ-Forderung nach Anrechnung von Kindererziehungszeiten für die geplante Mindestpension. „Viele Frauen, die knapp vor der Pension oder in Pension sind, haben Unterbrechungen in ihrer Erwerbsbiografie wegen Kinderbetreuung und deshalb sehr niedrige Pensionen – die Folge ist vielfach Altersarmut.“ Die SPÖ fordert deshalb die Anrechnung von Kinderbetreuungszeiten für die geplante Mindestpension von 1.200 Euro bei 40 Arbeitsjahren. „Schon mit zwei Kindern und relativ kurzen Berufsunterbrechungen kann eine Frau kaum auf diese Voraussetzungen kommen. Kinderbetreuungszeiten müssen angerechnet werden, sonst ist das eine Maßnahmen mit einem Frauen-Malus!“, so Heinisch-Hosek.