Yildirim: „Öffentliche Gelder müssen allen zur Verfügung stehen“

SPÖ will mehr Verteilungsgerechtigkeit, flächendeckende Umweltstandards, außerdem soll Tierwohl bei Fördermittelvergabe zentrale Rolle spielen

Im Zuge der heutigen Aussprache zur Ausrichtung der nächsten gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) im österreichischen Parlament betonte die SPÖ-Abgeordnete Selma Yildirim, dass für Österreich eine stärkere Berücksichtigung der Berggebiete im Rahmen der nächsten GAP-Periode ab 2020 besonders wichtig sei.

Für die kleinststrukturierte Landwirtschaft in Österreich mit vielen Nebenerwerbsbetrieben muss Ziel sein, dass diese mehr Agrarfördermitteln abrufen können und nicht wieder Großgrundbesitzer und große Betriebe besonders profitieren. „Mehr Verteilungsgerechtigkeit und flächendeckende Umweltstandards, wie eine allgemeine Pestizidreduktion sollen bereits durch die europäische Gesetzgebung den Mitgliedstaaten vorgegeben werden“, so die Tiroler SPÖ-Abgeordnete und weiter: „auch das Tierwohl muss eine wesentlich stärkere Rolle bei der Vergabe von Agrarfördermittel spielen“.

Auch die sozialen Aspekte im ländlichen Raum wurden von Yildirim hervorgehoben. „Kinderbetreuungseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen und Gesundheitsversorgung müssen verstärkt im Rahmen des Programms für die ländliche Entwicklung ihren Niederschlag finden. Die öffentlichen Gelder müssen allen Menschen im ländlichen Raum zu Gute kommen“, so die SPÖ-Abgeordnete. Damit werde mehr Chancengerechtigkeit nicht nur für die landwirtschaftlichen Betriebsleiterinnen, sondern für alle Frauen im ländlichen Raum geschaffen.